Efferds Kirche – was sind das für Menschen, die Schicksalsergebenheit predigen zusammen mit dem Ausleben von Gefühlen? Ein Wandeln zwischen größtem Zorn und freigiebiger Milde – zumindest das, was sie unter Milde verstehen… Der Kurs des Kirchenschiffes ist wechselhaft, und gemeinhin führt es den Menschen fort zum Alten Gott.
Chrystethion von Rethis gibt einen Einblick darin, wie er die Kirche Efferds – pardon, werter Geweihter: Hephardos natürlich – sieht. Der gute Mann gibt sich Mühe, einen Leitfaden zu bieten: Das Gefolge des Alten Gottes wird hier wohl zum ersten Mal ausführlicher dargestellt. Auch die Geschichte des Kultes kommt nicht zu kurz – langsam war das Fließen des Kultes jahrhundertelang, und einige der Überlieferungen geben Hinweise, wie es um den Kult in den dunklen Zeiten stand.
In unseren Gesprächen hat mir der Geweihte einiges Neues erzählen können, dass mir gar nicht bewusst war. Und noch mehr gibt es zwischen den Zeilen: Weshalb residierte Goswyn Orezarson in Thorwal, einer Stadt am Meer der sieben Winde? Quelina von Salmfang residiert in Albenhus, doch was tun die Geweihten am feindlichen Fluss, der ja nicht zu Efferds Gefolge gehört?
Leider ist der Geweihte verschwiegen, und einiges deutet er nur an – man will letztlich gut dastehen, und gewisse Dinge müssten einem schon Helden entreißen, ehe man sie zugäbe. Doch der aufmerksame Leser mag das eine oder andere Mysterium erahnen, welches seine Gnaden in seinen Texten verbirgt.
Neben den angemessenen Worten für Gebet und Choral öffnet sich ein wenig die Wolkendecke und der Horizont wird sichtbar: Wie kann ein Kult überleben, der kein Feuer nutzen mag? Wo macht er Kompromisse, wo nicht?
Die jedoch wichtigste Frage, die seine Gnaden eindeutig beantwortete, war: Ist Fischsuppe nun gottgefällig oder nicht? Gesättigt und zufrieden, mit einer Gräte in den Zähnen stochernd kann ich nun sagen: Ja. Gewiss doch. Wie sollte sie auch nicht?
[...] also hat der ehrwürdige Chrystetos verraten über den Alten [...]