Der Norden – unendliche Weiten für uns Mitteldeutschen. Nach einer nur gut vierstündigen Fahrt bis fast an die Küste, die überraschenderweise ohne Staus oder unnötige Unterbrechungen auskam (wer will behaupten, ein Zwischenhalt zur Schokoladen-Notfallbetankung sei unnötig?) erreichten wie die schönen Hansestadt.
Natürlich sind wir direkt zum Gelände des Nordcons gefahren – Pflicht ist unser zweiter Vorname – und konnten es gar nicht mehr erwarten, dort aufzubauen und loszulegen. Wir, das waren Eugen, Thomas und Clemens. Gemeinsam gute 350 Kilo gestandener Mann, suchten unseren Platz und mussten mit nicht gelindem Schrecken erkennen: Erster Stock. Gut, kein Problem für uns, immerhin sind wir das Arbeiten gewöhnt. Also in die Hände gespuckt, dann wieder trockengerieben, damit die wertvollen Bücher nicht feucht werden, und losgelegt. Wir bekamen Hilfe von Freunden – vielen Dank an dieser Stelle – und so ging alles ganz schnell. Kaum hatten wir aufgebaut und alles für euch hingestellt, stürzten sich auch schon die ersten Besucher freudig auf unser Sortiment. Als kleinen Highlight hatten wir für euch das erst am 09.06.2011 erschienene Abenteuer Feenstaub und Fabelwesen in einem Vorabrelease dabei. Es war meine erste Nordcon und ich muss schon sagen, es hat mir eine Menge Freude gemacht, mit den Norddeutschen zu „schnacken“ und zu handeln.
Eines meiner persönlichen Highlights war aber unser im Entstehen begriffenes neues Demoteam in Aktion zu sehen. Zu einem waren das die Das Schwarze Auge-Runden, die wie immer großen Andrang hatten, aber auch das sehr gut besuchte Warmachine-Turnier oder die Infinity-Proberunden wurden von euch sehr gut angenommen. Auch das Battletech-Turnier soll hier natürlich nicht unerwähnt bleiben, dass ebenfalls mit zahlreichen Teilnehmern aufwarten konnte. Danke, denn ohne euer Interesse, wo wären wir da?
Nach dem Justifiers-Workshop habe ich dann selbst in Angriff genommen, wofür ich noch einige Leute suche: Ich habe eine Proberunde Justifers abgehalten und konnte mich freudigerweise gar nicht retten vor Interessenten.
Am Abend gab Daniel Simon Richter dann noch die beiden angekündigten Workshops und hielt eine kleine Fragestunde ab. Natürlich standen (und stehen) wir euch für Fragen, Anregungen und Kritik zur Verfügung, die wir vor Ort selbst klären oder an die entsprechenden Zuständigen weiterleiten.
Es war ein wunderschönes Wochenende in der gastfreundlichen Hansestadt und dank Fritzcola und anderen Wachmachern haben wir unser abendlichen Ausflüge in das doch für uns ungewohnt wilde Hamburger Nachleben gut überstanden.
Wir sind im nächsten Jahr auf jeden Fall gerne wieder vor Ort, um euch mit Das Schwarze Auge-Runden und Tabletops das Wochenende zu versüßen. Ich hoffe wir sehen uns dort wieder.
Zum Abschluss möchte ich noch Nicole Euler mit ein paar Eindrücken zu Wort kommen lassen, die für uns als Teil des Demoteams auf der Nordcon aktiv war und mich gleichzeitig bei allen Heldern bedanken, die das Wochenende mit zu einem Erfolg gemacht haben!
Aus der Sicht einer Demoteam-Meisterin: Nicole Euler
Passend zu den heißen Temperaturen des Nordcons musste eine clevere Heldenschar in „Verräterisches Wissen“ einen kühlen Kopf inmitten eines Khunchomer Sommernachtstraums bewahren. Doch um das Schicksal eines leidenschaftlichen Pastori zu ergründen, gelangte man tiefer als erwartet in einen politischen Konflikt, bei dem es sich nicht nur um das Interesse zweier eindrucksvoller Persönlichkeiten, sondern auch um die Pläne weitaus düstererer Mächtegruppen drehte.
Um auch den Norden Aventuriens nicht zu kurz kommen zu lassen, setzten wir kurzerhand einige wagemutige Recken auf die “Kriegsspuren” des verschollenen Heereszuges der Gräfin Thesia von Ilmenstein. Es galt hier nicht nur Land und Wetter zu trotzen, sondern auch einige schicksalsträchtige Entscheidungen zu treffen, um dem Bornland wieder einen Hoffnungsschimmer nach seinem letzten großen Verlust zu schenken.
Etwas wärmer, aber ebenso “unzivilisiert” ging es dann in den Brinasker Marschen zu, wo einige neugierige Helden zwischen Thorwalern, Stechmücken und nassen Füßen die “Für die Ewigkeit” errichteten Relikte der Hochelfen heimsuchten. Doch die steinernen Wächter der Vergangenheit erwiesen sich gefährlicher als erwartet und es galt schnell einen Kompromiss zu finden, von dessen Umsetzung das Wohlergehen vieler tausender Seelen abhing.
Als kleine Neuerung im Bereich der Alveraniare wurde auf dem Nordcon verkündet, dass man fortan nur noch fünf Alveraniarsstempel (egal von welchem der Alveraniare) benötigt, um seinem Helden einen kleinen offiziellen Auftritt auf Dere zu ermöglichen. Zwar waren die „Redshirts“ auf dieser Con noch nicht in der neuen Gewandung zu sehen, doch könnt ihr die Alveraniare ab den nächsten anstehenen Cons am Mitternachtsgrün mit unschuldigem Weiß (und entsprechendem Namenschild) erkennen. Wir freuen uns auf Euch!