Archiv für die Kategorie ‘Romane’

ATLAN Polychora-Taschenbuch jetzt im Handel

Freitag, 10. Februar 2012
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ATLAN Polychora-Taschenbuch jetzt im Handel

Autor Achim Mehnert startet mit seinem Roman in den neuen Zyklus

Endlich geht es los mit den neuen ATLAN-Taschenbüchern, herausgegeben vom Ulisses-Verlag. Seit heute ist Band 1 des dreiteiligen Taschenbuch-Zyklus im Handel erhältlich oder kann direkt beim Herausgeber bestellt werden.

Dass Achim Mehnert viel Spaß beim Entwickeln und Schreiben hatte, merkt man bereits beim Lesen der ersten Zeilen. Mit »Die geträumte Welt« ist dem Autor ein weiterer spannender Roman mit unserem Helden Atlan gelungen.

Mehnerts Bericht lässt erahnen, mit wie viel Enthusiasmus der Roman entstanden ist:

»Atlan wechselt den Verlag. Das ist gewissermaßen so, als würde er von der USO zu einem anderen Geheimdienst wechseln, zur Solaren Abwehr vielleicht. Für den unsterblichen Arkoniden wäre das Grund genug zu zeigen, was in ihm steckt. Er würde beweisen wollen, dass ihn weder sein nach Jahrtausenden zählendes Lebensalter noch die Jahrzehnte seines literarischen Daseins haben einrosten lassen. Und das kann er in dem von Exposé-Autor Götz Roderer erdachten Szenario bestens unter Beweis stellen. Ich hatte das Vergnügen, den alten Haudegen so darzustellen, wie ihn seine Fans gerne sehen.

Atlan wird an einen farbenprächtigen, unbekannten Ort verschlagen, in dem er auf sich allein gestellt ist und sich unüberschaubaren Bedrohungen und einem aus dem Verborgenen heraus agierenden Feind stellen muss. Er wird mit einem Rätsel von kosmischen Dimensionen konfrontiert, das an den Grundfesten des Universums rüttelt. Doch Atlan wäre nicht Atlan, wenn er sich der Herausforderung nicht sofort mit all seiner Erfahrung und dem nötigen Durchsetzungsvermögen stellen würde.

Dieser Ort hat es mir auf Anhieb angetan, denn Polychora ist nur auf den ersten Blick eine einzige Welt. Tatsächlich jedoch sind es zahlreiche, die zudem einem ständigen Wandel unterworfen sind. Die Exposévorgaben ließen reichlich Gestaltungsspielraum, sodass ich eine Menge Ideen einbringen konnte. Es wird spannend, nachdenklich und actionreich. Dazu schwebt über allem das große Geheimnis, dessen Ausmaß an Gefahr sich Atlan erst nach und nach erschließt. Polychora ist eine Enklave, wie es sie im Perryversum noch nicht gegeben hat.

Großen Spaß gemacht hat wie immer die Verstrickung von Tipa Riordan in die Geschehnisse. Selbstverständlich verfolgt Tante Tipa auch diesmal ihre eigenen Pläne, doch wieder kreuzen ihre Wege die des >Arkonidenjüngelchen<, dem sie einfach nicht gram sein kann. Ist Atlan der aufrechte Kämpfer für die Gerechtigkeit, der auch mal Fünfe gerade sein lässt, scheint sie das genaue Gegenteil zu sein. Sie gibt sich zänkisch und miesepetrig, trägt aber das Herz auf dem rechten Fleck. Wenn es darauf ankommt, ist sie da. Ich liebe die kauzige alte Piratenlady.«

Wer das Taschenbuch gleich bestellen mag, kann dies bequem beim Online-Shop des Ulisses-Verlages tun.

Fünf Gewinner dürfen „Die Last der Türme“ schultern

Freitag, 03. Februar 2012
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Unser Preisausschreiben ist beendet und die folgenden fünf Gewinner dürfen sich über ein Exemplar des zweiten Teils der Taladur-Reihe freuen:

Jan Olaszek

Rabea Warmers

Dennis Loose

Martin Christian Reincke

Markus Traut

Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß beim Ausflug nach Taladur!


Präludium: Ein langer Feldzug

Freitag, 03. Februar 2012
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Nutzt die Chance, Bernard Craw live zu sehen: Der Autor liest am 13. Februar um 19:15 Uhr im Hiveworld in Köln aus seinem Werk.

Die Andurienkriege haben gerade erst begonnen. In Präludium stürmen die 6th Defenders die Sprungpunkte des Grand-Base-Systems, aber damit werden sie sich nicht zufrieden geben. Es ist das Herz der capellanischen Militärstreitmacht,  das sie dem Kanzler aus der Brust reißen wollen: der Planet Grand Base selbst. Und sie sind gekommen, um zu bleiben.

In Zorn, dem bald erscheinenden zweiten Teil der Andurienkriege, steht Generalleutnant Mildred Humphreys vor der schwierigen Aufgabe, einen Planeten mit einer Milliardenbevölkerung nicht nur zu erobern, sondern auch für ihr Herzogtum zu sichern. Neben den fanatischen Truppen Kriegerhaus Fujitas muss sie sich dabei auch der Mentalität der Menschen stellen, die sie zu beherrschen wünscht, und deren von den capellanischen Kasten geprägtes Weltbild ihrem eigenen Wertesystem diametral entgegensteht.

Die Schlacht um Grand Base ist eines der Schlüsselereignisse der Andurienkriege. Wenn es den Andurianern gelingt, die Konföderation ihrer wichtigsten Militärbasis zu berauben, wird der nächste Halt ihrer Regimenter Sian sein, wo sie den Himmlischen Thron zu Schlacke zerschmelzen werden. Das ist beiden Kriegsparteien klar, und deswegen muss jeder Zoll auf Grand Base mit Blut erkauft werden.

Wer sich die Zeit bis zum Erscheinen von Zorn, dem zweiten Teil der Reihe, verkürzen will, der kann zu Karma greifen. Dieser Roman schildert den Überfall der 3rd Defenders auf den Planeten Niomede-4, wo sie sich dem capellanischen Kriegerhaus Kamata stellen – eine Schlacht, in der aus Hinterwäldlern Helden werden und aus deren Asche ein neuer Kult entsteht.

Weitere Romane der Reihe Andurienkriegesind in Vorbereitung, denn auch auf Beteigeuze wird gekämpft, Söldner sichern sich ihren Teil der Beute und die plutokratische Gesellschaft des Magistrats Canopus verdient ebenso Aufmerksamkeit wie der lange Weg der 5th Defenders von der terranahen Grenze des Marikreichs zu den Schlachtfeldern der Heimat. Bei den Andurienkriegen geht es nicht um einen schnellen Überfall, sondern um einen jahrelangen Konflikt, der nicht nur einzelne Personen, sondern vier Sternenreiche an den Rand ihrer Möglichkeiten bringt.

Wer gegenüber Spoilern unempfindlich ist und sich für das Handlungsgerüst der Romanreihe um die Andurienkriege interessiert, dem sei das BattleTech-Quellenbuch BrushWars empfohlen.

FAQ zur RatCon 2012

Donnerstag, 02. Februar 2012
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Die RatCon 2012 wird vom 10.-12. August 2012 an neuer Location in der Stadthalle Unna stattfinden. Kaum war die Neuigkeit raus, trafen auch schon die ersten Fragen zu Einzelheiten ein. Wir haben uns Reiner Heep, den Conleiter,  geschnappt und er hat uns einige Infos geben können:

Wird die RatCon durchgehend sein?

Natürlich kann man auch 2012 wieder von Freitag 18:00 bis Sonntag 18:00 durchspielen.

Kann man zelten und/oder vor Ort übernachten?

Ja, es gibt sowohl Platz (und die Genehmigung) bei der Stadthalle zu zelten als auch Übernachtungsbereiche im Haus selbst. Reiner stellt auch noch eine Liste der Hotels und anderen Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe zusammen.

Gibt es genug kleine Räume?

Neben der großen Halle sind zahlreiche kleinere Räume und „Gangsackgassen“ verfügbar, wo sich auch Platz für ruhigere Spielrunden findet. Außerdem gibt es noch einen unterteilbaren Nebenraum, der eine angenehme Atmosphäre für Workshops und Vorträge bietet. Die Halle wird voraussichtlich für Tabletop, Brett- und Kartenspiele genutzt.

Finde ich einen Parkplatz?

Definitiv ja! Rund um die Stadthalle liegen 1.000 kostenlose Parkplätze und zur Not gibt es noch ein Parkhaus in der Nähe.

Wie erreicht man die Halle mit öffentlichen Verkehrsmitteln?

Eine detaillierte Wegbeschreibung kommt noch, der Bahnhof ist aber auf jeden Fall nur etwa 800 Meter von der Halle entfernt.

Kann man in der Halle rauchen?

Nein, die Halle ist ein öffentliches Gebäude, damit ist das Rauchen dort untersagt. Es gibt aber eine Terrasse und wir stellen auch Spielzelte im Außenbereich auf, dort kann dann ebenfalls geraucht werden.

Kann ich mich mit Workshops bewerben?

Sehr gern. Die RatCon lebt ja von der Vielfalt und dem Austausch, beides Dinge, die Reiner wieder mehr fördern will. Das Schwarze Auge-Workshops werden in Absprache mit der Redaktion koordiniert (Mail an Feedback@ulisses-spiele.de), für alles andere ist Reiner euer Ansprechpartner unter orga@ratcon.de.

Wir halten euch mit aktuellen Neuigkeiten auf dem Laufenden!

Die Last der Türme – jetzt im Versand

Freitag, 27. Januar 2012
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Seit Mittwoch ist mit Die Last der Türme der zweite Roman der Reihe Die Türme von Taladur im Versand. Im letzten Blog zum Thema haben wir bereits eine umfangreiche Leseprobe präsentiert, heute werden wir multimedialer. Zeitgleich zu diesem Blogbeitrag erscheint in meinem Podcast Wiesler and Friends die szenische Lesung eines weiteren Ausschnittes aus Die Last der Türme.

Diese Szene ist aus der Mitte des Buches gegriffen und zeigt eines der Hauptmotive von Zahir Xetarro, einem der Protagonisten: Er ist auf der Suche nach seiner Identität. „Wer bin ich?“ ist eine Frage, die bei ihm naheliegt. Immerhin ist er ein Adoptivsohn, der zudem von seinem Wesen so gar nicht auf das mit Fangeisen übersäte und glatt polierte soziale Parkett der intriganten Adelsfamilien Taladurs passt.

Die Szene zeigt nach meiner Einschätzung sehr gut, dass Geschichten der Reihe durchaus ihre ruhigen Momente haben. Es ist nicht alles Leidenschaft und Degenschwingen, nicht alles Giftmord und Intrige. Von all diesen Leitmotiven findet sich, wie es sich für eine gute almadanische Geschichte gehört, ein gerüttelt Maß, aber die Figuren der Reihe bleiben keine scherenschnittartigen Stereotypen – sie verfügen über eigene Motivationen, Emotionen und nicht zuletzt Ängste.

Ich wünsche viel Vergnügen beim Hören und später bei der Lektüre von Die Last der Türme. Lasst mich wissen, wie euch das Buch gefallen hat, z.B. in unserem Forum.

5 x Taladur 2: Die Last der Türme zu gewinnen

Donnerstag, 26. Januar 2012
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Seit gestern ist der zweite Teil der Romanreihe Die Türme von Taladur im Versand. Er heißt Die Last der Türme und wurde von André Wiesler geschrieben. Wir verlosen 5 Exemplare dieses Buches voller Intrigen und Leidenschaft unter allen, die uns folgende Frage beantworten:

Wie lautet das erste Wort auf Seite 19 des Romans?

Mit ein bisschen Fleiß und/oder Suchmaschinen-Magie ist die Antwort auf diese Frage übrigens im Internet zu finden, ihr braucht euch also nicht in eine Buchhandlung zu schleichen.

Schickt uns eine Mail mit der Antwort an: preisausschreiben@ulisses-spiele.de

Einsendeschluss ist der 1.2.2012

Viel Erfolg,

Euer Clemens

Präludium: Sezessionsfieber

Mittwoch, 25. Januar 2012
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Die leisen Töne prägen Präludium. Bevor die Herrscher die Regimenter der Stahlkolosse in Marsch setzen, treffen sie sich in Salons, an Fürstenhöfen und auf rauschenden Null-g-Bällen. Bei diesen Anlässen werden Bündnisse geschlossen und Feldzüge vorbereitet. Zwei Wörter werden stets geflüstert: »Andurien« und »Unabhängigkeit«.

Stolz sind die Andurianer, und frei wollen sie sein. Frei von Generalhauptmann Marik und der Gängelung der Liga, vor allem aber frei von der Bedrohung durch den Erzfeind, die Konföderation Capella. Wenn die großen Sternenreiche nach den Gefechten des Vierten Nachfolgekriegs am Boden liegen, mag sich beides erreichen lassen, doch Herzogin Catherine Humphreys weiß, dass dazu gründliche Vorbereitung nötig ist.

In Präludium wird man sehen, wie BattleMechs feuerspeiend durch die Straßen stampfen und Rauminfanteristen in der Schwerelosigkeit kämpfen. Vor allem aber wird ein seltener Blick hinter den Vorhang der Macht gewährt, wo der Humphreys-Clan seinen Einfluss in der Liga und darüber hinaus nutzt, um  das Aufscheinen zu lassen, wofür alle Humphreys leben: die Glorie Anduriens über den rauchenden Trümmern der Konföderation Capella.

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Die Last der Türme – Rahja, Phex und Hesinde kommen in eine Bar …

Freitag, 20. Januar 2012
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Taladur, der Schauplatz der sechsbändigen Reihe Die Türme von Taladur, liegt in Almada. Der bekennende Das Schwarze Auge-Fan hat bei diesem Land sofort spanisches Flair im Kopf, feurige Stuten und stolze Degenfechter.

Wir haben uns bei der Konzeption dieser neuen Romanreihe jedoch zum Ziel gesetzt, dass auch Leser, die Almada oder sogar Das Schwarze Auge nicht kennen, einen leichten Einstieg und den Roman unterhaltsam finden können. So galt es eine gute Balance zu finden zwischen Das Schwarze Auge-typischem Flair, das man zurecht von einem Roman zum Spiel verlangen darf, und Einsteigerfreundlichkeit. Ich bin der Meinung, dass uns dieses Unterfangen gut gelungen ist, was die Romane der Reihe zu einem idealen Geschenk für Freunde und Verwandte macht, die bisher noch nicht Das Schwarze Auge spielen – immerhin ist jeder neue Leser auch ein potenzieller neuer Spieler.

Aber werfen wir einen Blick auf den nächste Woche erscheinenden Band Die Last der Türme, den zu schreiben ich die Ehre hatte. Wenn man einen Taladuri, also einen Einwohner der Stadt, nach den wichtigsten Göttern befragt, kann man Antworten wie die folgende hören: „An erster Stelle steht Ingerimm, denn das Leben ist eine Kunst. Es folgt Rahja, denn ohne Leidenschaft ist das Leben nicht lebenswert. Dann kommt Phex, denn nur wer gerissen und listig und auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist, kommt weiter. Und dann natürlich Hesinde, denn Wissen ist Macht, wenn man nicht auf die Ränke der anderen hereinfallen will.“

Phex und Hesinde sind wohl auch die Lieblingsgötter Lumino Xetarros, des Hellsichtmagiers, der in meinem Roman eine tragende Rolle spielt. Er ist es übrigens auch, der auf dem Cover des Romans zu sehen ist. Aber wie steht es bei ihm mit Rahja? Als ich mit der Konzeption des Romans anfing, war mir klar: Bei einem Buch zu Almada wird nicht schamvoll auf den Kamin übergeblendet, wenn es in Liebesdingen zur Sache geht. Das Ergebnis sind einige erotische Szenen, die bei meinen Testlesern hier und da zu roten Ohren und beschlagenen Scheiben geführt haben. Ich habe aber sehr genau darauf geachtet, dass diese – ebenso wie die Kampfszenen – nicht zum Selbstzweck verkommen, sondern der Charakterisierung der Figuren und dem Fortgang der Handlung dienen. „Sex sells“ mag für Hochglanzmagazine gelten, für einen guten Roman wäre das ein wenig erstrebenswertes Urteil.

Damit ihr euch selbst ein Bild davon machen könnt, wie rahjagefällig der Roman ausgefallen ist, findet ihr untenstehend eine Leseprobe der ersten Seiten von Die Last der Türme. Ich wünsche viel Vergnügen bei der Lektüre.

Die Last der Türme vorbestellen

Die Last der Türme_Leseprobe

Archäologie in Bosparan – „Herr der Legionen“ von Judith C. Vogt

Mittwoch, 18. Januar 2012
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Eigentlich teilte ich von Kindesbeinen an Obelix‘ Einstellung zu den Römern. Aufgewachsen bin ich in einem unbeugsamen Dorf im gallischen Teil Deutschlands (seit etwa 25 Jahren wird stets nach Reinigung des alten oder Aufstellung eines neuen Ortsschilds in kunstvollen Lettern darüber verkündet: „FREISTAAT“ – die Behörden haben es aufgegeben, dem kleinen Langenbroich dieses Status zu verweigern, und somit werden die Lettern nicht mehr angetastet). Der Keltenwall im Nachbarort hat Archäologen bereits dazu verleitet, zu vermuten, die siegreiche Schlacht der Eburonen gegen die Römer habe nicht im belgischen Tongeren, sondern in unserem unbeugsamen Teil der Eifel stattgefunden.

Also, Römer spinnen, und ihre Vorliebe für Orgien (und Krustentiere) und allgemeine Verweichlichung ist ja bekannt – und wir Kelten, blau bemalt und ansonsten fatalerweise nackt, hätten damals den Sieg davontragen sollen.

Dennoch schlich sich langsam aber sicher Interesse und auch Faszination für die Kultur der Römer an mich heran – sicherlich auch hervorgerufen durch mediale Ereignisse unterschiedlicher Art: Die „Die Dunklen Zeiten“-Box, die Serie „Rom“ und die Buchreihe „Marcus“ von Michael Kuhn trugen dazu bei. Ja, ich muss zugeben, auf einmal hatten sie mich gepackt, die Römer, und die Transferleistung in die Dunklen Zeiten beeindruckte mich in ihrer buntschillernden Mischung aus historischer Korrektheit und stimmungsvoller Phantastik. Rasch war klar: Anstelle einer Fortsetzung von „Im Schatten der Esse“ werde ich mich zuerst an einen Dunkle-Zeiten-Roman wagen.

Sofort war der Kopf voll, mit Legionen, Dekadenz, fremden Göttern, Schlachten und Orgien – und das Olrukeum, vergiss bloß das Olrukeum nicht! Natürlich stellte sich heraus, all diese phantastisch-realistische Antikenschilderung samt dazu passender Story passt nicht zwischen zwei Buchdeckel – da müssen vier her. Zum Glück zeigten sich die Verlage (im Februar FanPro, später dann Ulisses) mit der Idee eines Zweiteilers durchaus einverstanden – nur zu dünn dürften die Bände nicht werden.

Das sind sie dann tatsächlich nicht geworden – so viel gibt es zu erzählen von den Dunklen Zeiten. Tatsächlich so viel, dass auch noch ein Abenteuerwettbewerbsbeitrag dabei herausgekommen ist, der in der Anthologie „Legenden aus Dunklen Zeiten“ seine Veröffentlichung finden wird.

Während Ideen zu Charakteren und Handlung nicht lange auf sich warten ließen, stellte ich doch fest, dass einen Löwenanteil der Schreibarbeit die Recherche ausmachen würde. Man schreibt nicht einfach über ein pseudorömisches Volk, ohne nicht seitenweise einschlägige Literatur zu verschlingen, Internetseiten zu besuchen, das große Latinum aufzufrischen, Urlaub in Trier einzulegen und Freizeit in Museen zu verbringen. Und man schreibt nicht einfach über Aventurien, ohne Quellenbücher zu lesen, Mailkontakte zu pflegen und viele, viele Fragen zu stellen. Auch ein Besuch bei einer Römer-Reenactmenttruppe sowie einem Imker schlossen sich an, um Herren der Legionen und Herrinnen des Schwarms korrekt darzustellen.

Ich hoffe, dass mein Ausflug in die aventurische Antike sich auch für euch gelohnt hat. Ich habe jedenfalls einige faszinierende Monate hinter mir!

Zu lesen gibt es „Herr der Legionen“ übrigens ab Februar – an dieser Stelle werdet ihr natürlich auf dem Laufenden gehalten, sowie auf meiner Website www.jcvogt.de .

Die Last der Türme – die Degen blitzen wieder!

Montag, 16. Januar 2012
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Ende des Monats erscheint mit Die Last der Türme der zweite von sechs Teilen der Reihe Die Türme von Taladur. Diesmal hatte ich die Freude, mich der einflussreichen Familien der almadanischen Stadt anzunehmen und sie weiter auf ihrem Weg durch Intrigen, Leidenschaft und Lebensgefahr zu führen.

Als Bernard Craw, der leitende Redakteur der Reihe und Autor des ersten Teils Türme im Nebel, mich als Ersatz für eine ausgefallene Kollegin ins Boot holte, war die Konzeption der Hauptgeschichte weitgehend abgeschlossen. Er brauchte trotzdem nicht viele Worte, um mich für die Idee der Reihe zu begeistern. Kaum hatte er Almada erwähnt und die Namen der andere Autorinnen und Autoren der Reihe fallen lassen, wusste ich: Da will ich dabei sein, das kann nur gut werden.

Schon mein erster Das Schwarze Auge-Roman König der Diebe hatte einen verwegenen Mantel-und-Degen-Helden zum Protagonisten und seitdem hat mich dieses Genre nicht wieder losgelassen. Es ergab sich nur leider nie, dort erneut anzuknüpfen, was ich sehr bedauerte. Jetzt legte man mir mit Taladur eine ganze Stadt voller rahja-gewogener, heißblütiger, stolzer Almadaner in den Schoß, mit denen ich spielen durfte. Ich fühlte mich wie ein Vierjähriger, der eine ganze Kiste Playmobil zu Weihnachten geschenkt bekam.

Und ähnlich bunt wie die berühmten Plastikfiguren (aber weit weniger steif) war auch das Personal, das mir die Kollegen und Kolleginnen lieferten. Da waren stolze Patrizier, abtrünnige Geweihte, enttäuschte Geliebte, wahnhafte Witwen, trotzige Dickköpfe, dämonisch Berührte, verzweifelt Rechtschaffene und vieles mehr. Sie alle waren mit kunstvollen Kniffen in eine spannende Geschichte voller Ränke und Emotionen eingewoben, die sich schlussendlich auf über 2000 Seiten in sechs Romanen entfalten wird.

Der Rahmen war gespannt, die Frage war nun, wo und wie ich meine eigenen Fäden einschießen lassen wollte. Und da fiel mir auf, dass bisher noch kein Vollmagier in einer tragenden Rolle auftauchte und so ward die Idee für Lumino Xetarro geboren, einen skrupellosen Hellsichtmagier. Diesem greisen Oberhaupt einer aussterbenden Familia stellte ich zwei Adoptivsöhne zur Seite. Der eine, Zahir, ein feuriger Zahori mit schneller Klinge und großem Herzen und der andere, Hesindio, ein durchtriebenes Kind mit großen Ambitionen.

Sie sollten die Darsteller meiner kleinen Nebenbühne werden, die zum einen hier und da Funken schlagen, um die Fehden der anderen Familien im großen Handlungsgefüge weiter zu befeuern, zum anderen aber ihre ganz eigene Liebes- und Leidensgeschichte erzählen, die innerhalb meines Bandes einen Abschluss erfährt.

Vielen Dank dieser Stelle an Marco Findeisen, Eevie Demirtel, Dorothea Bergermann und Stefan Schweikert, die Band 3 bis 6 schreiben und so wunderbar flexibel waren und ebenso inspirierend wie inspiriert mit meiner kleinen Familia umgegangen sind. Dafür mussten stellenweise bereits abgenommene Konzepte noch einmal erweitert und umgearbeitet werden, sollten doch die Protagonisten der einzelnen Teile auch in den anderen Büchern bereits Teil der lebendigen Stadt Taladur sein, damit der Leser sich wirklich in den Zauber der almadanischen Stadt ziehen lassen kann.

So bietet Die Last der Türme hoffentlich auch für den Leser beides: Zum einen ist der Roman Teil des großen Ganzen, beantwortet Fragen aus dem ersten Teil und wirft neue auf, die im dritten oder späteren Bänden aufgelöst werden; zum anderen begleitet die Leserin die Familia Xetarro durch ihre persönlichen Erlebnisse und kann das Buch mit dem befriedigenden Gefühl zuklappen, dass hier eine Geschichte bis zum Ende erzählt wurde.

Auf der Seite www.taladur.de finden sich weiterführende Informationen zur Reihe, zu den Autoren und zur Stadt selbst.

Und hier kann Die Last der Türme vorbestellt werden.