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	<title>Ulisses Spiele Blog</title>
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	<description>Infos aus dem Hause Ulisses</description>
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		<title>Raumhafen Adamant – Ratschlag 9 + 10</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 17:09:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Wiesler</dc:creator>
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		<category><![CDATA[André Wiesler]]></category>

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 Ein Piepsen aus dem Monitor des Spektrographen (Gerät zur mehrdimensionalen Spektralanalyse) verriet, dass die Daten endlich eintrafen. Alpha und Beta (sentralitische Klone, fast fünf Jahre alt, Erweiterung des Lebenszeitraums beantragt) sprangen von dem improvisierten Brettspiel (Freizeitgestaltung mit Figuren und festgesetzten Regeln) aus Reagenzgläsern, Stopfen und Tupfern auf und Gamma folgte ihnen. Er hatte zwar keine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><strong>9</strong></p>
<p> Ein Piepsen aus dem Monitor des Spektrographen (Gerät zur mehrdimensionalen Spektralanalyse) verriet, dass die Daten endlich eintrafen. Alpha und Beta (sentralitische Klone, fast fünf Jahre alt, Erweiterung des Lebenszeitraums beantragt) sprangen von dem improvisierten Brettspiel (Freizeitgestaltung mit Figuren und festgesetzten Regeln) aus Reagenzgläsern, Stopfen und Tupfern auf und Gamma folgte ihnen. Er hatte zwar keine Ahnung, was da so wichtig war, aber er folgte seinen Brüdern stets überallhin. Meist wurde es dann spannend. Jetzt starrten sie wie gebannt auf einen Balken (Downloadstatus, beendet bei 100 Prozent), der langsam immer länger wurde. Nach einer Weile wurde das sehr langweilig und Gamma ging lieber zu dem Mann (Mensch, männlich, schlechter Allgemeinzustand) herüber. Irgendjemand hatte seinen Kopf versteckt, und Gamma beschloss, ihn zu suchen, damit er sich mit dem Mann unterhalten konnte. Ohne Kopf ging das ja bei Menschen nicht (Homo Sapiens Sapiens erzeugt Laute durch die Zusammenarbeit von Atmung und Stimmbändern).</p>
<p>Er durchwühlte den Mülleimer, sah in jeden Schrank, aber der Kopf war nirgendwo zu finden. Da ging die Tür auf und Gosen (Kommandant des Raumhafen Adamant, Fleutar, einziges Individuum der Spezies ohne Naniten) kam herein. Gamma jauchzte auf, rief: „Papa!“, und lief zu ihm hinüber. Aber der Fleutar nahm ihn nicht auf den Arm, tätschelte ihm nur abwesend einmal den Kopf und fragte: „Was wird das denn hier?“</p>
<p>„Milkam ist beschäftigt. Wir vertreten ihn“, erklärte Alpha.</p>
<p>Gamma lehnte sich an Gosens Bein und forderte: „Arm!“</p>
<p>Gosen schob ihn mit dem Knie beiseite und sagte: „Nicht jetzt. Ich habe euch schon mehrfach gesagt, dass ihr nicht qualifiziert seid. Ihr habt keine K-Einstufung.“</p>
<p>(Kebill-Einstufung, Rang- und Fähigkeitseinordnung von 1 bis 12 im jeweiligen Fachgebiet)</p>
<p>Gamma lehnte sich erneut an sein Bein, aber Beta rief genervt: „Gamma!“</p>
<p>(sentralitischer Klon, Alter: gerundet 5 Jahre, biologische Datenbank, defekt, eingeschränkte Zerebralfunktionen, unkontrollierbare Informationsfreigabe)</p>
<p>Gamma schüttelte den Kopf, um die Informationskaskade über seine eigene Person zu stoppen, bevor sie zu umfassend wurde und er sich in ihr verlor.</p>
<p>„Wir sind mehr als qualifiziert. Ich besitze das Wissen von mehreren Dutzend Ärzten und &#8230;“, wandte Alpha ein.</p>
<p>„Schluss!“, blaffte Gosen und Gamma erschrak. „Wisst ihr, was das Konsortium mit mir macht, wenn ich hier medizinisches Personal ohne Freigabe arbeiten lasse? Ihr verschwindet sofort hier.“</p>
<p>Gamma wich vor Gosen zurück. Sein Gesicht war ganz böse und er wies mit dem Finger zur Tür.</p>
<p>„Gleich, wir müssen nur eben &#8230;“, setzte Beta an, wurde aber von Gosen unterbrochen: „Raus! Doktor Simli übernimmt.“</p>
<p>(Grilbenische Ärztin, K-6, Fachrichtung: Verletzungen und Brüche)</p>
<p>Gamma strich Gosen übers Bein und sagte: „Nicht bös sein, Papa!“</p>
<p>„Gamma, verdammt, das gilt auch für dich. Alle raus hier! Ich habe die Nase voll von eurem Unfug!“ Gosen schrie jetzt regelrecht. So wütend hatte Gamma ihn noch nie erlebt. Es war fast, als wäre er ein anderer Fleutar. Gamma wich zurück und spürte Alphas und Betas Hand in seinen. Sie führten ihn mit grimmigem Blick an Gosen vorbei, der auf sie hinabfunkelte.</p>
<p>Kaum schloss sich die Tür hinter ihnen, schluchzte Gamma auf. Tränen liefen ihm über die Wangen und tropften von seinen Lippenfasern auf seinen Overall. Warum war Gosen so gemein?</p>
<p>„Ich hab gar nichts gemacht“, presste er zwischen Schluchzern hervor und Beta streichelte seinen Kopf. „Nein, Gamma, das hast du nicht.“</p>
<p>„Wir brauchen diese Ergebnisse“, sagte Alpha leise und sah sich über die Schulter um. „Und wir holen sie uns, ob es Gosen passt oder nicht.“</p>
<p>Narbatur blickte auf seinen Kollegen, der wütend auf- und abstampfte. Seine verletzte Ehre, sein zerdepperter Gleiter und seine kulturelle Inflexibilität hielten ihn seit mehr als einer Stunde auf Trab.</p>
<p>Hinter der kräftigen Gestalt des Hakhasu befand sich ein Einweg-Spiegel und im Raum dahinter saß die Gefangene in Handschellen an einem Tisch.</p>
<p>„Soll ich lieber allein mit ihr sprechen?“, wagte er sich vorzuschlagen und Narjanka wirbelte herum. „Wieso?“, blaffte er. „Stör ich den Herrn Supersicherheitsmann bei seiner Arbeit?“</p>
<p>„Nö“, sagte Narbatur und zwang sich, von der Aggressivität nicht angesteckt zu werden. „Aber im Moment habe ich Angst, dass du ihr den Kopf abreißt.“</p>
<p>Der Mann blieb wie vom Blitz gerührt stehen und sah ihn ungläubig an. „Ich würde niemals eine Frau schlagen.“</p>
<p>„Gut zu wissen“, sagte Narbatur und nickte zur Scheibe. „Und was hat sie so Schlimmes angestellt?“</p>
<p>„Sie ist eine Frau.“</p>
<p>Narbatur machte eine auffordernde Handbewegung und sein Gegenüber fuhr fort: „Frauen bleiben zuhause, hüten die Kinder, kochen, so was. Sie bauen keine Häuser und ganz sicher dealen sie nicht!“</p>
<p>„Das ist aber ziemlich &#8230; konservativ?“, wandte Narbatur ein.</p>
<p>„Unfug, das ist die Ordnung der Dinge! Wenn ich eine Frau bin, halte ich mich doch auch daran!“</p>
<p>Narbatur stutzte kurz, dann fiel ihm wieder ein, dass Hakhasu alle zehn bis zwanzig Jahre das Geschlecht wechselten.</p>
<p>„Wie dem auch sei &#8230; das mit den Drogen können wir ihr vorwerfen, das mit dem Job nicht. Hier herrscht Kebill-Recht.“</p>
<p>„Jaja“, sagte Narjanka und winkte ab, hatte sich aber etwas beruhigt.</p>
<p>„Wollen wir dann?“ Narbatur trat zur Tür, die in das Verhörzimmer führte und sein Kollege nickte.</p>
<p>„Lass mich raten, ich mache den guten Bullen.“ Das entlockte Narjanka ein Lächeln.</p>
<p>Sareil folgte dem Raumflug-Angestellten durch die gesicherte Personalschleuse in die hinteren Bereiche des Ankunftsbereiches. Auch hier war das meiste kebill-typisch in Weiß gehalten, aber die Beleuchtung war greller, der Geräuschpegel durch die Maschinen und Verladeroboter deutlich höher und der Boden nicht ganz so sauber. Hinter den Kulissen drehte es sich beim Konsortium eben doch vorrangig um Effektivität und nicht um Wohlgefühl. Schon gar nicht bei den schlecht bezahlten Arbeitern hier.</p>
<p>Es tat gut, etwas zu unternehmen, daran zu arbeiten, Girbal rächen zu können. Diese Schweine hatten seinen Erzeuger umgebracht, und er würde sie dafür in einen Starkstromgürtel klemmen &#8211; sobald er rausgefunden hatte, wer „Sie“ waren.</p>
<p>Der Mann brachte sie in den hinteren Bereich der Halle. Sie ließen das geschäftige Treiben der Gepäckzuordnung hinter sich, bis sie in einem Bereich waren, der vollautomatisiert war. Plötzlich gab der kleine Kommunikator am Handgelenk des Menschen ein Krächzen von sich und er hob es ans Ohr.</p>
<p>Sareil hörte nur seine Seite der Konversation: „Was? Jetzt? Aber ich habe &#8230; kann ich nicht erst &#8230; sicher. Ja, Chef, mache ich.“</p>
<p>Der Mann war für einen Menschen schon recht alt und sah sie nun aus müden Augen an. „Ich muss mich dringend um was kümmern.“</p>
<p>Er überlegte kurz und kam dann wohl zum Schluss, dass sie vertrauenswürdig waren. „Das Gepäck, was Sie suchen, liegt da hinten in den Regalen. Das hier ist die Codenummer.“ Er reichte Sareil ein kleines Gerät, auf dem eine Ziffernfolge blinkte.</p>
<p>„Vielen Dank!“, sagte sein Geburtsmitling und wandte sich dem Regal zu. Die Bewegungen seines erbärmlich alten Roboterkörpers wirkten abgehackt und ungelenk. Sareil erschauderte bei der Erinnerung, dass er selbst auch einmal in so einem Machwerk gesteckt hatte.</p>
<p>Er ließ seinen Körper das Gerät in die Luft wirbeln, fing es mit der anderen Hand auf und folgte dem Pfeil, der darauf angezeigt wurde.</p>
<p>„Was macht der denn da?“, fragte Milkam, als sie um ein langgezogenes Lieferband voller Gepäck bogen. Sareil blickte auf und sah einen blutroten Vulbrina in der weiß-blauen Uniform eines niederrangigen Kebill-Sicherheitsmannes am Regal stehen. Er klappte eben eine große Messingkugel mit Trageriemen zu, die unzweifelhaft Girbal gehört hatte. Der Mann sah ihn ebenfalls, wirbelte herum und stürmte los.</p>
<p>„Schnapp dir den Kerl“, rief er Milkam zu, der sich sofort in Bewegung setzte. „Ich schau mir an, was er da zu schaffen hatte und komme nach.“</p>
<p>Er rannte zu dem Regal hinüber, sah auf das komplexe elektronische Gerät, das die Kugel verschloss und fluchte leise. Kurzentschlossen rammte er seine Hände in den flachen Spalt und sprengte die Verriegelung mit einem Ruck, der seinen verbeulten Körper an sein Limit brachte. Einige Sicherungen brannten durch und das Bild seines rechten Auges wurde mit einem leisen Brummen etwas dunkler. Doch sein Blick reichte noch aus, um zu sehen, was der Sicherheitsmann in dem Koffer platziert hatte. Es war eine Bombe, und ihr mechanisches Zählwerk klickte gerade von 20 auf 19.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>10</strong></p>
<p>Narbatur lehnte sich zurück und rieb sich die Nasenwurzel. Sie verhörten die Frau nun schon seit einer Stunde und kamen nicht weiter. Sie war störrischer als Narjanka, und das wollte etwas heißen. Also stand er auf, ging zum Terminal und machte sich daran, einen Antrag auf psionische Durchleuchtung auszufüllen. Da er mit ein bisschen freier Auslegung „Mordverdacht“ ankreuzen konnte und für die Frau als Kebill-Angestellte die Rechtsordnung des Konsortiums galt, bekam er die Freigabe umgehend.</p>
<p>Er warf Najanka einen bedeutungsschweren Blick zu und der Hakhasu nickte. Dann beugte er sich vor und ließ die Hände auf den Tisch krachen, wobei die Gefangene zusammenzuckte.</p>
<p>„Sie haben zwei Möglichkeiten. Entweder verraten Sie uns, was Sie mit Karma Polzek zu schaffen hatten, oder mein Freund hier spaziert in Ihr Gehirn und durchwühlt es nach Informationen. Ich bin mir fast sicher, dass er dabei noch ein paar andere Verbrechen entdecken wird.“</p>
<p>Narjanka ließ es einfach klingen, aber für Narbatur war eine solche Durchleuchtung alles andere als ein Kinderspiel und selten angenehm.</p>
<p>„Pah!“, stieß die Frau aus und spuckte Narjanka ins Gesicht. „Macho-Unterdrücker.“</p>
<p>Sein Kollege wirbelte mit einem wütenden Schrei herum und schlug auf den Spiegel, in dem sich ein Spinnennetz aus Rissen ausbreitete.</p>
<p>Narbatur seufzte und ließ sich auf dem Stuhl vor der Frau nieder. Er beugte sich vor und wollte ihren Blick einfangen, aber sie senkte den Kopf, schob den Unterkiefer vor und ließ ihre Hauer mit einem unangenehmen Geräusch übereinandermahlen.</p>
<p>Narbatur erschauderte, dann konzentrierte er sich ganz auf die Ausstrahlung der Frau. Horchte auf seinen Atem, versuchte ihn den kurzen, nervösen Stößen der Frau anzupassen. Ließ seine Gedanken zur Ruhe kommen, blendete seinen schnaubenden Kollegen aus, die leisen Geräusche, die von draußen hereinklangen. Dann streckte er unsichtbare Gliedmaßen aus, um ihren Kopf zu umfassen.</p>
<p>Sieh mich an, befahl er, doch die Frau wehrte sich. Ihre Atmung ging jetzt stoßweise und sie spannte die Muskeln an. Doch dies war ein Kampf des Geistes.</p>
<p>Sieh mich an, befahl er erneut und nun hob sich ihr Kopf langsam, zitternd, dann fanden auch ihre Augen seinen Blick. Die Augen waren, zumindest für ihn, der Weg zur Seele, oder in diesem Fall, zu ihren Gedanken.</p>
<p>Er glitt in ihren Geist, spürte Angst, Wut und übermächtigen Trotz. Er schob die Gefühle beiseite, bis er tiefer drang. Dann brachte er mühsam genug Konzentration auf, um den Daumen zu heben.</p>
<p>Narjanka schnaubte erneut, fing dann aber an, Fragen zu stellen. Gedanken und Bilder strömten auf Narbatur ein und vergingen wie schmelzende Schneeflocken. Er konnte nur wenige fassen und noch weniger deuten, aber es reichte aus, um sich ein Bild zu machen.</p>
<p>Karma Polzek hatte Drogen bei ihr gekauft, ebenso wie ein Dutzend anderer Bauarbeiter. Auch die neue Droge, die ihnen soviel Ärger machte. Und sie bekam ihre Drogen von &#8230;</p>
<p>Der Strom aus Bildern kam ins Stocken. Sie wehrte sich, hielt ihn davon ab, ihren Händler zu erkennen, aber Narbatur blieb dran. Er bohrte tiefer, und dann steig das Bild eines unglaublich fetten Luolmar in ihr auf und ein Name.</p>
<p>„Taugrom“, keuchte Narbatur und zog sich aus ihr zurück. Sein Kopf pochte, seine Glieder zitterten, und als er die Hand zur Oberlippe führte, spürte er einen dünnen Blutfaden aus seiner Nase laufen.</p>
<p>Die Frau keuchte auf und sank erschöpft auf den Tisch, fluchte leise.</p>
<p>„Prima, knöpfen wir uns den Kerl mal vor“, verkündete Narjanka, zog ihn mitleidslos auf die Beine und schob ihn zum Ausgang. „Wenn wir Glück haben, macht er Ärger und ich kann ihn verprügeln.“</p>
<p>„Verhalte dich ganz natürlich“, wisperte Beta seinem Bruder zu, sah sich noch einmal um, ob Gosen auch keine Sicherheitskraft abgestellt hatte, um sie zu überwachen und nickte dann zufrieden. Als sie die Krankenstation wieder betraten, war Doktor Simli gerade dabei, einem laut zeternden, Halbmenschen, mit dichter, roter Mähne um den Hals und Stilaugen zu versorgen, der auch noch halbbetrunken war. Er hatte eine hässliche Platzwunde. Sie sah kurz auf und Beta nickte ihr nonchalant zu. Sie hätte sich sicher nichts dabei gedacht, die Klone auf der Krankenstation zu sehen, hätte nicht Alpha in diesem Moment betont unauffällig zu pfeifen begonnen.</p>
<p>„Lass das“, raunte Beta seinem Bruder zu, trat ihn gegen das Schienbein und erkannte an Doktor Simlis misstrauischem Blick, dass entweder Gosen sie vorgewarnt hatte, oder sie schlechte Laune hatte. Die fein geschwungenen, schmalen Augenbrauen im dunkelblauen Gesicht wanderten immer weiter zusammen. Zeit für die Geheimwaffe, dachte Beta, nicht ohne Anflug von schlechtem Gewissen und flüsterte Gamma zu: „Der Mann da mit den roten Haaren, der hat ein kleines Hündchen in der Tasche.“</p>
<p>„Oi!“, rief Gamma auf, sprang vor Aufregung zweimal wie ein Gummiball in die Luft und stürmte dann zu dem Patienten. „Wo ist denn dein Hündchen?“, rief er laut und fing an, an dem Mann hochzuklettern. Der fing schallend an zu lachen und Doktor Simli, die immer schon eine Schwäche für Gamma hatte, war abgelenkt. Nachdem Beta sich vergewissert hatte, dass Gamma keine Gefahr drohte, wirbelte er herum und zog Alpha zum Terminal des Spektrographen.</p>
<p>Mit einem einzigen Klick rief sein Bruder die Ergebnisse auf, die Gosen ihnen so knapp vorenthalten hatte, überflog sie und sagte dann verwundert: „Das sind Saht-Hormone!“</p>
<p>„Saht? Wie kommen die denn in den Blutkreislauf eines Menschen?“, fragte Beta.</p>
<p>„Vielleicht sind es Überreste dieser neuen Droge? War die laut der ersten Analysen nicht auch mit Fremdelementen versetzt?“</p>
<p>Alpha rief den entsprechenden Eintrag in der Datenbank auf und überflog ihn. Beta warf einen Blick zu Gamma hinüber, der auf den wippenden Knien des Mannes ritt und quengelnd fragte: „Wo ist denn jetzt der Hund?“</p>
<p>In Momenten wie diesen machte sich der Ausfall ihrer organischen Datenbank besonders schmerzlich bemerkbar.</p>
<p>„Ja, tatsächlich – Saht-Spurenelemente“, bestätigte Alpha schließlich und schloss: „Dann sind diese Hormone vielleicht Nebenprodukte der zerebralen Stimulation.“</p>
<p>Beta hatte eine Idee: „Vielleicht wird die Droge aus Sekreten von Saht-Drüsen gewonnen? Vielleicht gibt es irgendwo eine Zuchtstation, in der die Saht gemolken werden?“</p>
<p>Alpha verzog das Gesicht und beschied. „Ekelig! Aber durch ihre Ähnlichkeit mit Pheromonen werden diese Hormone sicher mit dem Schweiß über die Haut ausgeschieden.“ Alpha wurde ganz aufgeregt. „Und das bedeutet &#8230;“</p>
<p>Beta sah ihn nur fragend an und kleine Wellen durchliefen seine Lippenfasern. Er war eben nicht für die logischen, sondern für die emotionalen Momente gezüchtet worden.</p>
<p>„Das bedeutet, dass wir einen Geruchsscanner bauen können, um die Leute herauszufiltern, die diese Droge nehmen, im Idealfall bevor die Aggressivität einsetzt oder sie die nächste Dosis zu sich nehmen.“</p>
<p>„Worauf warten wir noch?“, rief Beta begeistert.</p>
<p>Milkam hetzte nach einem letzten Seitenblick auf Sareil hinter dem Sicherheitsmann her. Der kleine, blutrote Vulbrina wuchs mit einem Mal, nutzte seine Gestaltwandler-Fähigkeiten, um die Beine und Arme zu verlängern und so schneller laufen zu können. Der Abstand nahm zu, und Milkam holte alles aus seinem Körper heraus, doch schon vor den notdürftig reparierten Beschädigungen war er nicht für Geschwindigkeit gebaut gewesen.</p>
<p>Ich muss etwas tun, dachte Milkam und folgte dem Sicherheitsmann durch das Chaos der Gepäckhalle. Der Verfolgte flankte über ein Fließband und hielt auf eine Tür zu. Milkam konzentrierte sich, sprang ebenfalls über das Band und sah den Vulbrina unter einer Brücke herlaufen, über die weiteres Gebäck hinwegwanderte. Ohne darüber nachzudenken streckte Milkam seine Sinne aus und stieß einen großen klobigen Koffer vom Band.</p>
<p>Das Gepäckstück traf den Flüchtenden im Rücken und warf ihn zu Boden, aber im nächsten Moment war er wieder auf den Füßen und riss die Tür auf.</p>
<p>Milkam zwang sich, nicht darüber nachzudenken, dass er zum zweiten Mal in kurzer Zeit seine verkümmerte PSI-Gabe eingesetzt hatte, sondern sprang vor. Der Vulbrina warf die Tür hinter sich zu, aber Milkam schlitterte bäuchlings über den schmutzigen Boden und bekam seinen Arm dazwischen. Statt ins Schloss zu fallen, sprang die Tür wieder ein Stück auf und Milkam kämpfte sich auf die Beine und rannte hinaus.</p>
<p>Der Vulbrina war zum Greifen nah, doch bevor er ihn packen konnte, erstarrte Milkam. Er stand mitten im All!</p>
<p>Reiß dich zusammen, schalt er sich. Sie hatten den Korpus der Station verlassen und liefen über eine breite Wartungstraverse, die zu einem anderen Teil führte. Unter ihnen zündete gerade ein großes Frachtschiff an einem Pylon seine Steuerdüsen, um abzulegen und die Flammen erleuchteten den Vulbrina, der sich umdrehte. Milkam wurde schmerzlich bewusst, dass er nur durch ein Biosiegel von einem Sturz auf den Planeten hinab getrennt war. Das spezialisierte Kraftfeld hielt zwar die atembare Atmosphäre um den Wartungssteg beisammen, würde aber alles andere, beispielsweise seinen Roboterkörper, anstandslos passieren lassen.</p>
<p>„Geben Sie auf!“, bluffte er und hob die Hand. Vielleicht glaubte der Vulbrina, er habe eine Waffe darin eingebaut.</p>
<p>Doch der Sicherheitsmann imitierte seine Bewegung, und in seiner Hand befand sich ein kleines, pulsierendes Gerät. Zu spät erkannte Milkam eine Bogenschlagwaffe, da knisterte sie auch schon auf und ein gleißender Blitz sprang von den Spitzen in seine ausgestreckte Hand über. Ein Teppich aus Funken und kleinen Blitzen bedeckte seinen Arm, wanderte auf seine Schulter und breitete sich über Brust und Kopf aus. Der Roboterkörper wurde einfach ausgeknipst, und nur die Notfallsensoren übertrugen lückenhafte Informationen. Er fiel erstarrt rückwärts um und fluchte über den uralten Körper, der nicht einmal eine EMP-Härtung besaß. Er hörte das laute Scheppern des Körpers auf dem Stahl der Traverse und sah den Vulbrina, der sich mit einem gemeinen Grinsen über ihn beugte. Dann wurde er auf den Bauch gedreht, wodurch sein Oberkörper über den Rand der Traverse hing und er genau in das aufflammende Triebwerk des Frachters starrte, das ihn zu Staub verbrennen würde.</p>
<p>„Guten Flug, Doktor“, spottete der Vulbrina und umfasste seine Beine, um ihn endgültig über den Rand zu kippen.</p>
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		<title>Pathfinder-Tag in Wiesbaden</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 12:16:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mario Truant</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pathfinder]]></category>
		<category><![CDATA[Mario Truant]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Sonntag, den 11.07.2010 von 9.30 bis 18.00 Uhr Im Nachhilfeinstitut Faultier, Adolfsallee 59, 65185 Wiesbaden.
Zu den Programmpunkten gehören die Begrüßung mit den deutschen Übersetzern und Lektoren, eine Frage- &#38; Antwort-Stunde mit den Verantwortlichen von Pathfinder bei Ulisses. Ein großes Geheimnis wird gelüftet, das die zukünftigen Publikationen von Pathfinder betrifft. Es gibt Vorabexemplare des Spielleiterschirms [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Sonntag, den 11.07.2010 von 9.30 bis 18.00 Uhr Im Nachhilfeinstitut Faultier, Adolfsallee 59, 65185 Wiesbaden.</strong></p>
<p>Zu den Programmpunkten gehören die Begrüßung mit den deutschen Übersetzern und Lektoren, eine Frage- &amp; Antwort-Stunde mit den Verantwortlichen von Pathfinder bei Ulisses. Ein großes Geheimnis wird gelüftet, das die zukünftigen Publikationen von Pathfinder betrifft. Es gibt Vorabexemplare des Spielleiterschirms zu sehen.</p>
<p>Und natürlich finden Pathfinder–Runden statt. Als Ehrengast kommt der Event Manager und Autor von Paizo Publishing <a href="http://pathfinder.wikia.com/wiki/Joshua_J._Frost">Joshua J. Frost</a> und leitet in Englisch selbst eine Runde.</p>
<p>Der Endspiel der Fussball-WM beginnt erst 2 ½ Stunden nach Ende unserer Veranstaltung. Somit kommt keiner von Euch in die Verlegenheit, sich zwischen Pathfinder mit Joshua J. Frost und dem Endspiel entscheiden zu müssen. <img src='http://blog.ulisses-spiele.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Infos und Anmeldungen <a href="http://warhorn.net/deutscher-pathfinder-tag/" target="_blank">hier</a>.</p>
<p><strong>Zur Location</strong></p>
<p>Die Nachhilfeschule Faultier ist eine klasse Location für unseren Event: jede Menge Einzelzimmer, so dass eine Spielrunde nicht die andere stört; ausreichend Bestuhlung und Tische, die sich zu großen Spielflächen zusammenschieben lassen können. Außerdem steht eine kleine Mikrowelle und Wasserkocher vor Ort bereit, wo wir gratis Tee und Instant-Kaffee anbieten. Am Bahnhof gegenüber kann man sich aber auch ohne weitere Probleme ausreichend versorgen (Bäcker, McDonalds, Asia Snack und Mr. Döner vorhanden).</p>
<p>Großes Dankeschön schon mal vorab an Michael W. und das Team der Nachhilfeschule, die uns die Räumlichkeiten freundlicherweise kostenlos zur Verfügung stellen.</p>
<p>Gegenüber der Nachhilfeschule ist das Kaufhaus &#8220;Lilien-Careé&#8221; unter dem man kostenpflichtig parken kann (nur 3,- Euro für den ganzen Tag ohne Zeitbeschränkung!). Rings um die Schule selbst sind zwar Parkplätze, bei denen das Parken am Wochenende nicht zeitlich eingeschränkt ist, wir raten trotzdem davon ab dort einen Parkplatz Samstags zu suchen. Es ist dort immer voll und die Aussichten extrem gering einen freien zu finden. Zudem erschwert ein Wirr-Warr von Einbahnstrassen eine effektive Suche. Kostenlose Parkplätze befinden sich hinter dem Wiesbadener Hauptbahnhof in Richtung Schlachthof. Weiterhin gibt es hinter dem &#8220;Motel One&#8221; einen kostenlosen Schotterparkplatz.</p>
<p>Wir empfehlen eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Veranstaltungsort ist 2 Min. Fußweg vom Wiesbadener Hauptbahnhof und von den zentralen Bushaltestellen entfernt.</p>
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		<title>Raumhafen Adamant &#8211; Ratschlag 8</title>
		<link>http://blog.ulisses-spiele.de/2010/06/raumhafen-adamant-ratschlag-8/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 10:16:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Wiesler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fanware]]></category>
		<category><![CDATA[André Wiesler]]></category>

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		<description><![CDATA[Alpha sah vom Tiefenscanner auf und traf Betas Blick, der in diesem Moment den Ingenberg-Rrafful-Spektrographen sinken ließ.
„Ist das das, was ich glaube?“, fragte er und Beta nickte.
„Was hat ein nicht-menschliches Hormon in menschlichem Blut zu suchen?“, stellte Alpha die nächste logische Frage.
Beta sah sich die farbige Auflösung des Spektrographen erneut an und zuckte dann hilflos [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alpha sah vom Tiefenscanner auf und traf Betas Blick, der in diesem Moment den Ingenberg-Rrafful-Spektrographen sinken ließ.</p>
<p>„Ist das das, was ich glaube?“, fragte er und Beta nickte.</p>
<p>„Was hat ein nicht-menschliches Hormon in menschlichem Blut zu suchen?“, stellte Alpha die nächste logische Frage.</p>
<p>Beta sah sich die farbige Auflösung des Spektrographen erneut an und zuckte dann hilflos die Schultern. Im Hintergrund sah er Gamma aus Reagenzgläsern und Verbandsklebeband kleine Häuser bauen.</p>
<p>„Es sieht aus, als wären das Überreste eines Abbauprozesses. Von welcher Spezies stammt das Hormon?“</p>
<p>Beta schaltete die zentrale Kebill-Datenbank zu und aktivierte einen Abgleich. Durch die große Zahl an Grenzzeittransmissionen im Vorfeld der Ratssitzung waren die Kommunikationsphalanxen der Station jedoch gnadenlos überlastet und die Daten trafen nur Stückchenweise ein.</p>
<p>„Jetzt heißt es warten“, verkündete Alpha und machte es sich auf dem Stuhl bequem.</p>
<p>„Erdbeben!“, rief Gamma begeistert und kurz darauf splitterte Glas.</p>
<p>Mo’krat zog einen der Antigravmonitore zu sich und wies darauf: „Wie es aussieht, hat Ihr Erzeuger es sehr eilig gehabt, nach seiner Ankunft auf der Station zum Planeten zu gelangen. Er hat sein Gepäck nie abgeholt.“</p>
<p>Milkam warf Sareil einen Blick zu, und der Roboterkörper nickte.</p>
<p>„Können wir die Sachen abholen?“, fragte Milkam den K’schigoten, der nickte und anfing, sich in atemberaubender Geschwindigkeit durch die Fluten an Kebill-Formularen zu klicken, die dafür notwendig waren.</p>
<p>„Ich gehe davon aus, dass der Kommandant Sie zu mir geschickt hat?“, fragte er wie nebenbei, hielt aber kurz in der Bearbeitung inne.</p>
<p>„Gosen weiß, dass wir hier sind“, sagte Milkam. Das ist nicht mal gelogen, dachte er bei sich.</p>
<p>Mo’krat stieß ein amüsiertes Trillern aus und bearbeitete die Anträge weiter. „Sie müssen sich ja später mit ihm herumstreiten.“</p>
<p>Endlich piepste ein kleines TRAD auf dem vorgewölbten Bauch des Mannes, das er Milkam hinhielt. Sareil schnappte es ihm aus der Hand. „Damit können Sie das Gepäck in Besitz nehmen.“</p>
<p>„Danke“, sagte Sareil und machte sich auf den Weg zur Tür.</p>
<p>„Wie immer hervorragende Arbeit“, lobte Milkam noch, der wusste, dass Mo’krat förmlich nach Lob und Anerkennung lechzte. Tatsächlich brachte nun ein zufriedenes Gurren die Backensäcke des Mannes zum Schwingen und er sagte: „Gern geschehen.“</p>
<p>Milkam eilte Sareil nach, der bereits einige Meter Vorsprung hatte. „Warte auf mich!“</p>
<p>Sareil sah sich kurz um, schüttelte kurz missbilligend den Kopf, wurde dann aber langsamer. „Willst du dir nicht mal einen neuen Körper zulegen? Der ist ja wirklich erbärmlich.“</p>
<p>Milkam warf seinem Geburtsmitling einen langen Blick zu, spürte dann aber, dass er nur versuchte, ihn zu provozieren, um ein Ventil für seine Trauer und Wut zu finden. Darum sagte Miklam nur: „Halt die Klappe!“ drückte auf den Rufknopf des Fahrstuhls, der sie in den Ring und dort zur Gepäckbearbeitung bringen sollte.</p>
<p>Narbatur stürzte. Der Abstand zwischen der rettenden Kante und seinen Fingern wurde immer größer und die Erkenntnis traf ihn wie ein Laserschuss: Er würde sterben.</p>
<p>Da erschien plötzlich ein wunderschönes, menschliches Gesicht über ihm. Große, braune Augen, hellbraune Haut, volle, geschwungene Lippen und schwarze, wilde Locken, die von bunten Spangen einigermaßen gebändigt wurden. Die Frau landete mit einem Schnaufen mit der Brust auf der Kante und streckte ihm den Arm entgegen. Im letzten Augenblick umfassten ihre Finger sein Handgelenk und fingen seinen Sturz ab. Ein schmerzhafter Ruck ging durch seine Schulter und die Frau schrie kurz auf. Aber sie ließ ihn nicht los. Schnell griff er mit der anderen Hand nach und hielt sich an ihrem dünnen, aber durchtrainierten Arm fest.</p>
<p>„Auf drei!“, sagte sie durch zusammengepresste Zähne und nickte zur Seite. Dabei rutschte sie einige Zentimeter weiter über den Rand. Narbatur folgte ihrer Geste. Knapp zwei Meter unter und drei Meter neben ihm ragte ein Stützpfeiler hervor. Er schluckte und nickte.</p>
<p>„Eins, zwei“, zählte die Frau und Narbatur warf die Beine nach hinten, holte Schwung, und als sie in bei „Drei“ losließ, warf er sich nach vorne.</p>
<p>Er fiel erneut und für einen schrecklichen Moment sah es so aus, als würde er den Pfeiler verfehlen. Aber dann knallte er mit der Brust darauf, rutschte ein Stück und klammerte sich schwer atmend fest. Kurz erlaubte er sich, Luft zu holen, dann schwang er die Beine hinauf, lief den Pfeiler entlang und kletterte am Gerüst hinauf. Als er sich über den Rand schob, sah er Narjanka einige Meter entfernt. Kurz zeigte sich Erleichterung auf seinem Gesicht, dann spannte ein Lächeln die Lippen über die breiten Hauer: „Bist du fertig mit deinen Turnübungen? Wir haben hier noch zu tun.“ Seine Pranke wies auf eine stämmige Gestalt, offenbar ebenfalls ein Hakhasu, der bereits einige hundert Meter Vorsprung hatte und eben dabei war, in einen der Lastenfahrstühle am anderen Ende der Etage einzusteigen. Das war dann wohl der Bauarbeiter, der sie gerade umzubringen versucht hatte.</p>
<p>Narbatur nickte der Frau zu, die bereits wieder auf den Beinen war. Ihre schlanke, aber weibliche Gestalt steckte in einer Arbeiterhose mit zahlreichen Taschen und einer engen Schutzweste, bei der die obersten Knöpfe offenstanden, was ihr ein beeindruckendes Dekolleté verschaffte. Er nickte ihr dankbar zu und lief los, hinter Narjanka her. Doch zu seiner Verwunderung lief auch die Arbeiterin los und hielt mühelos mit ihm mit.</p>
<p>Der Aufzug mit dem flüchtigen Hakhasu verschwand nach unten und Narjanka blieb schlitternd am Rand der Bauplatte stehen. „Verdammt!“, rief er frustriert und sah sich nach einem anderen Weg nach unten um.</p>
<p>Narbatur blieb kurz an der Kante stehen, schätzte die Entfernung ab und sprang dann. Er hörte die erschrockenen Rufe einiger umstehender Bauarbeiter, dann landete er schwer auf dem Gitterdach des Fahrstuhls und klammerte sich daran fest.</p>
<p>Er konnte den Hakhasu unter sich kaum erkennen, aber an den Bewegungen war offensichtlich, dass er eine Waffe bereitmachte. Narbatur konzentrierte sich, ließ seine Kräfte aufwallen und leitete schwache Energie über das Gitter des Fahrstuhls in die Steuerelektronik. Der Fahrstuhl blieb mit einem lauten Krachen stehen und dann summte er wieder auf, während er nach oben fuhr.</p>
<p>Er hörte den Hakhasu unter sich in seiner Muttersprache fluchen und dann brannte sich ein Diffusorstrahl knapp neben Narbaturs Fuß durch das Dach.</p>
<p>„Hey!“, rief er empört und sprang an die Kante der wieder in Reichweite kommenden Plattform. Narjanka packte ihn am Arm und zog in einer fließenden Bewegung nach oben.</p>
<p>„Er ist bewaffnet“, sagte er trat beiseite. Auch Narjanka suchte hinter einem Pfeiler in Deckung und tatsächlich feuerte der verzweifelte Hakhasu einige Schüsse ab, kaum dass der Fahrstuhl oben angekommen war.</p>
<p>„Wie immer?“, fragte Narjanka und nach kurzem Zögern antwortete Narbatur: „Okay.“</p>
<p>Er sprang aus seiner Deckung, rief: „Hier bin ich!“, und warf sich sofort wieder zur Seite. Der Verbrecher schwenkte herum und stanzte mehrere runde Löcher in den Stahlträger. In der Zwischenzeit stürmte Narjanka vor, es gab ein lautes Krachen, und als Narbatur wieder auf den Beinen und auf dem Weg zum Fahrstuhl war, hatte der Hakhasu den Verbrecher bereits entwaffnet und holte zu einem wuchtigen Schlag aus.</p>
<p>Da fiel dem Bauarbeiter der Helm vom Kopf und offenbarte ein Hakhasugesicht, in dem die Hauer deutlich kleiner und runder waren. Auch die Gesichtszüge wirkten nicht ganz so borkig.</p>
<p>„Eine Frau“, sagte Narjanka verblüfft und schlug nicht zu. Den Moment des Zögerns nutzte die Hakhasu und trat ihm mit voller Wucht zwischen die Beine. Narjanka sackte mit einem entsetzten, schmerzerfüllten Keuchen in die Knie, doch als die Hakhasu aus dem Fahrstuhl hinauslaufen wollte, huschte die Bauarbeiterin vor, die Narbatur gerettet hatte. Sie sprang ab, hielt sich am Käfigrand des Fahrstuhls fest und rammte der Verbrecherin beide Stiefel ins Gesicht. Die Hakhasu wurde zurückgeworfen, krachte gegen das Gitter und glitt ohnmächtig daran hinab.</p>
<p>Die Frau landete, drehte sich mit einem Lächeln zu Narbatur um und hielt einen Daumen hoch. Narbatur kam zu ihr und sagte: „Noch einmal Danke!“</p>
<p>„Keine Ursache“, sagte sie mit einer fröhlichen, samtigen Stimme. „Ich helfe gern.“</p>
<p>Narbatur beugte sich kurz zu dem noch immer keuchenden Narjanka hinab und fragte: „Alles klar, Großer?“</p>
<p>„Leck mich!“, war die gepresste Antwort des Sicherheitsmannes, der jetzt vorsichtig die Hände aus seinem Schritt löste.</p>
<p>Narbatur trat zu der Hakhasu, deren Körperbau ähnlich massiv, aber etwas runder war als der seines Kollegen. Er drehte sie unter Mühen auf die Seite und legte ihr Handschellen an.</p>
<p>Dann ging er wieder zu Narjanka und half ihm auf die Beine. „Keine Sorge“, flüsterte er ihm zu. „Es bleibt unter uns, dass du von einem Mädchen verprügelt und von einem anderen gerettet wurdest.“</p>
<p>Bevor sein Kollege, der sich nun schwer an einer Säule abstützte, etwas darauf erwidern konnte, wandte sich Narbatur sich der Bauarbeiterin zu.</p>
<p>„Narbatur Segler, Sicherheitsmann K-6. Ich möchte mich im Namen meiner Behörde ganz herzlich bei ihnen bedanken“, sagte er, während er ihr die Hand hinstreckte. Sie schüttelte sie und schmunzelte.</p>
<p>„Ganz zu schweigen davon, dass Sie mir gerade das Leben gerettet haben! Vielleicht kann ich mich dafür mal revanchieren? Ich kenne da ein nettes, kleines Restaurant in der Perlenstadt, das ich &#8230;“</p>
<p>„Hör mit dem Flirten auf!“, grollte Narjanka sichtlich schlecht gelaunt und kam breitbeinig zu ihnen herübergestakst. In der Lage ihrer Genitalien waren sich Menschen und Hakhasu sehr ähnlich &#8230; und was die Empfindlichkeit anging offenbar auch.</p>
<p>„Ist das Njestowska?“</p>
<p>Die Bauarbeiterin nickte, noch immer schmunzelnd.</p>
<p>„Und Sie sind?“</p>
<p>„Gonzales, Tera Gonzales.“</p>
<p>„Terra wie &#8230; Terra?“, fragte Narbatur.</p>
<p>„Mein Vater hat einen seltsamen Humor. Ich kann vermutlich von Glück sagen, dass ich auf der Erde und nicht in der Kolonie Hässlichkind geboren wurde.“ Sie zuckte mit den Schultern und nickte zu der Hakhasu hinüber. „Was wird ihr denn vorgeworfen?“</p>
<p>„Sie meinen abgesehen davon, dass sie sich von ihrem weiblichen Pflichten entfernt hat und Männerarbeit verrichtet?“, fragte Narjanka wütend.</p>
<p>Narbatur legte seinem Kollegen die Hand auf die Schulter. „Das letzte Mal, dass ich in den Kebill-Gesetzen nachgelesen habe, gab es dafür keine Kennziffer.“</p>
<p>Er wandte sich Frau Gonzales wieder zu und sagte: „Das ist Bestandteil einer laufenden Ermittlung. Ist ihnen denn etwas aufgefallen, Frau Gonzales?“</p>
<p>„Sagen Sie Tera. Sie meinen abgesehen davon, dass sie Drogen verkauft hat?“ Auf ihren vollen Lippen lag noch immer das gleiche Schmunzeln.</p>
<p>Narjanka schnaubte empört auf.</p>
<p>„Ist das auch Männerarbeit?“, fragte Tera mit hörbarem Spott in der Stimme.</p>
<p>„Pass mal auf, dass ich dich nicht wegen Mitwisserschaft auch noch einloche“, grollte der Hakhasu und nahm eine drohende Pose ein.</p>
<p>„Narjanka, komm schon, entspann dich“, mahnte Narbatur und führte die junge Frau ein Stück zur Seite. „Er ist ein schlechter Verlierer, aber eigentlich ein guter Kerl. Vielleicht geben Sie mir Ihre Kommunikationsnummer, dann melde ich mich, wenn wir noch fragen haben.“</p>
<p>Tera legte ihm den Hand auf den Oberarm und beugte sich vor, um ihm ins Ohr zu flüstern: „Sie sollten ihrem Freund mal ein bisschen Benehmen beibringen.“ Ihr Atem strich an seiner Wange entlang und roch nach Honig.</p>
<p>Dann richtete sie sich wieder auf und diktierte ihm ihre Nummer.</p>
<p>Der Vorarbeiter kam zu ihnen und sein ohnehin grimmiges Steingesicht war in noch tiefere Falten gelegt. „Hat einer von euch Spaßvögeln seinen Gleiter mitten auf der Baustelle geparkt?“</p>
<p>Narjanka riss den Kopf hoch und fragte besorgt: „Öh, kann sein. Unten, neben der Baubude?“</p>
<p>„Genau.“</p>
<p>„Ich flieg ihn gleich weg.“</p>
<p>„Das wird schwierig“, grollte der Vorarbeiter und wandte sich ab. „Die abgestürzte Baumaschine ist halb drauf gelandet.“</p>
<p>Narjankas langgezogener Schrei übertönte sogar das erneut einsetzende Donnern der großen Maschine.</p>
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		<title>Das Reich des Horas ist erschienen!</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jun 2010 09:27:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gastautor]]></category>

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		<description><![CDATA[Endlich ist es soweit – der Regionalband zum Horasreich liegt in den Läden. Was euch auf stolzen 232 Druckseiten erwartet, hat Thomas im Blog vom 29. Mai bereits vorgestellt. Einen kleinen Einblick liefert auch die kostenlose Leseprobe.
Das Werk ist vollbracht, und niemand freut sich darüber mehr als die Autoren selbst. Im Namen des gesamten Teams [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Endlich ist es soweit – der Regionalband zum Horasreich liegt in den Läden. Was euch auf stolzen 232 Druckseiten erwartet, hat Thomas im Blog vom <a href="http://blog.ulisses-spiele.de/2010/05/neues-aus-der-druckerpresse-reich-des-horas/">29. Mai bereits vorgestellt</a>. Einen kleinen Einblick liefert auch die <a href="http://www.dasschwarzeauge.de/fileadmin/downloads/vorschauen/Reich-des-Horas-Leseprobe.pdf">kostenlose Leseprobe</a>.</p>
<p>Das Werk ist vollbracht, und niemand freut sich darüber mehr als die Autoren selbst. Im Namen des gesamten Teams möchte ich mich bei all jenen bedanken, die sich seit dem Erscheinen des letzten Bandes der Königsmacher-Kampagne vor zwei Jahren in Geduld geübt haben: Eure Nachfragen haben uns immer wieder gezeigt, wie groß das Interesse an diesem Buch ist und dass sich die Arbeit lohnt – auch wenn sie viel umfangreicher geworden ist als geplant.</p>
<p>Doch möchte ich es nicht bei bloßen Worten bewenden lassen: Nach der Abgabe des Buches beim Verlag haben wir unentgeltlich noch ein wenig mehr gearbeitet und weitere Ideen und Gimmicks gesammelt, die wir euch nun – als handfestes Dankeschön für eure Treue und Unterstützung – zur Verfügung stellen wollen. <a href="http://www.dasschwarzeauge.de/fileadmin/downloads/offiziell/Regelmaterial&amp;Errata/Reich des Horas Bonusmaterialien.pdf" target="_blank">Hier</a> findet ihr das kostenlose Bonusmaterial zu Reich des Horas.</p>
<p>Darüber hinaus werden kommende Publikationen dem neuen Horasreich gebührend Rechnung tragen und nützliche Ergänzungen bereit stellen, die sich nahtlos in das in Reich des Horas gezeichnete Bild einfügen:</p>
<ul>
<li>Der just erschienene Aventurische Bote 141 beschreibt zwei private Lehrmeister für Zauberei im Lieblichen Feld.</li>
<li>Hallen arkaner Macht stellt die Magierakademien Kuslik (Halle der Metamorphosen), Methumis (Akademie des Magischen Wissens) und Belhanka (Akademie der Geistreisen) vor.</li>
<li>Die Setting-Box Die Dunklen Zeiten wird es ermöglichen, noch tiefer in die Vergangenheit des Horasreichs einzutauchen und die Ära Bosparans zu erleben. Nützlich sicher auch für Spielrunden im heutigen Aventurien, die mit den Hinweisen aus Reich des Horas auf archäologische Entdeckungsreise gehen wollen.</li>
<li>In einer kommenden Spielhilfe zu aventurischen Organisationen werden u.a. die Weißen Reiter (ein berühmtes Söldnerregiment) und die Connetablia Criminalis Capitale (die Vinsalter Kriminalbehörde) genauer vorgestellt.</li>
<li>Auch ein Abenteuerband ist bereits in Vorbereitung, wird jedoch nicht mehr 2010 erscheinen.</li>
</ul>
<p>Doch zunächst viel Spaß, ungebremste Lesefreude und zahlreiche schöne Spielabende mit Reich des Horas wünscht euer</p>
<p>Frank Bartels</p>
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		<title>Richard Pett – Paizos Meister des Schreckens</title>
		<link>http://blog.ulisses-spiele.de/2010/06/richard-pett-%e2%80%93-paizos-meister-des-schreckens/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 14:51:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Arnold</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pathfinder]]></category>
		<category><![CDATA[Björn Arnold]]></category>

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		<description><![CDATA[Eines der Erfolgsgeheimnisse Paizos ist es, den Autoren ihrer Produkte ein Gesicht zu geben. Noch zu Zeiten der Druckausgabe des Dungeon Magazines begann man damit, die Namen der beteiligten Autoren prominent auf dem Titelbild abzudrucken, was schnell dazu führte, das bestimmte Autoren sich eine treue Fangemeinde eroberten und zumindest in der amerikanischen Paizo-Fangemeinde ähnliche Bekanntschaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eines der Erfolgsgeheimnisse Paizos ist es, den Autoren ihrer Produkte ein Gesicht zu geben. Noch zu Zeiten der Druckausgabe des Dungeon Magazines begann man damit, die Namen der beteiligten Autoren prominent auf dem Titelbild abzudrucken, was schnell dazu führte, das bestimmte Autoren sich eine treue Fangemeinde eroberten und zumindest in der amerikanischen Paizo-Fangemeinde ähnliche Bekanntschaft genießen wie die auch hierzulande bekannten Designergrößen Monte Cook oder Wolfgang Baur.</p>
<p>Richard Pett ist sicherlich einer der Autoren, die am meisten von diesem Vorgehen profitiert haben. Der Engländer mit einer besonderen Vorliebe für das  Nachbarland Schottland machte sich mit seinem Hang für ungewöhnliche Szenarien und einem vielleicht europäisch zu nennenden Designstil schnell einen Namen im Paizo-Universum und zeigte mit Abenteuern wie „The Devil Box“ (Dungeon 109), „The Prince of Redhand“ (Dungeon 131) oder „The Sea Wyvern&#8217;s Wake“ (Dungeon 141), dass er sich auf Humor ebenso gut versteht wie auf atmosphärisches Charakterspiel und die stimmungsvolle Beschreibung einer Seereise. Höchstes Lob erhielt er auch für seine dem Horror verhafteten Abenteuer wie dem „Styes“- Zweiteiler (Dungeon 112 und 138) oder dem zweiten Teil des „Rise of the Runelords“-AP, in dem er den Spielercharakteren in einem Spukhaus und mit der Jagd auf einen Massenmörder in der Tradition Jack the Rippers das Fürchten lehrte.</p>
<p>Es ist also kein Wunder, wenn das Herz vieler Paizo-Fans bei der Verbindung der Namen Pett und Lovecraft höher schlägt. Das für diesen Monat angekündigte „Grauen unter dem Hügel“ ermöglicht nun auch deutschen Spielleitern, ihre Spieler mit finsteren Kulten, gruseligen Orten und cthulhoiden Monstern in Angst und Schrecken zu versetzen. Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf das, was die mutigen Helden in einer kleinen Stadt im finsteren Ustalav erwartet.</p>
<div id="attachment_143" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://blog.ulisses-spiele.de/wp-content/uploads/2010/06/PF-2010-106-AutorRichardPett.doc.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-143 " title="PF-2010-106-AutorRichardPett.doc" src="http://blog.ulisses-spiele.de/wp-content/uploads/2010/06/PF-2010-106-AutorRichardPett.doc-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">IÄ! YOG-SOTHOTH!</p></div>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p>Die seltsame Stadt Aashügel ragt schon seit langer Zeit drohend über den Sumpﬂandschaten des östlichen Ustalavs auf, und immer wieder wechselten über die Jahrhunderte hinweg ihre Herrscher. So oft, dass nur wenige ﬁnstere Gelehrte und neugierige Gemüter die wahre Natur der ursprünglichen Bewohner des Hügels kennen:</p>
<p>bösartige und degenerierte Kultisten der Alten Götter!</p>
<p>Doch an diesem Morgen erhebt sich ein verhängnisvoller Schrecken aus längst begrabenen Alpträumen in den Verliesen unter dem Hügel. Ein Monster geht in den gewundenen Gassen der Stadt um, das Panik verbreitet und Zerstörung hinterlässt. Kann das Grauen von Aashügel aufgehalten werden?</p>
<p><em>Das Grauen unter dem Hügel</em> ist ein Stadt- und Gewölbeabenteuer für Charaktere der 5. Stufe, geschrieben für das Pathﬁnder Rollenspiel und kompatibel mit dem beliebtesten Fantasy-Rollenspiel der Welt. Es bezieht seine Inspiration aus den beliebten Geschichten von H.P. Lovecraft. Dieses Abenteuer ist im unheimlichen Land Ustalav in der Pathﬁnder-Kampagnenwelt Golarion angesiedelt, kann jedoch leicht an jede andere Spielwelt angepasst werden.</p>
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		</item>
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		<title>Die Wildermark gestern und morgen</title>
		<link>http://blog.ulisses-spiele.de/2010/06/die-wildermark-gestern-und-morgen/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Jun 2010 14:37:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uli Lindner</dc:creator>
				<category><![CDATA[DSA]]></category>
		<category><![CDATA[Uli Lindner]]></category>

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		<description><![CDATA[Bereits 2008 erschien mein Wildermark-Abenteuer Von eigenen Gnaden, mit dem ein erster Grundstein für die Befriedung der Region gelegt wurde. Auch der Verlag war von dem großen Verkaufserfolg überrascht, denn das Abenteuer war bereits nach nicht einmal einem Jahr ausverkauft. Lange Zeit wurden immer wieder Fragen an den Verlag herangetragen, ob Von eigenen Gnaden noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits 2008 erschien mein Wildermark-Abenteuer <strong>Von eigenen Gnaden</strong>, mit dem ein erster Grundstein für die Befriedung der Region gelegt wurde. Auch der Verlag war von dem großen Verkaufserfolg überrascht, denn das Abenteuer war bereits nach nicht einmal einem Jahr ausverkauft. Lange Zeit wurden immer wieder Fragen an den Verlag herangetragen, ob Von eigenen Gnaden noch einmal aufgelegt werden würde. Eine finale Aussage dazu konnten wir nie geben, denn eine Neuauflage müsste in einer ausreichend großen Auflage erscheinen, um die Druckkosten zu rechtfertigen &#8211; gleichzeitig ist es aber mehr als ungewiss, ob sich dermaßen viele Exemplare des Buches auch erneut verkaufen. Schon vor einiger Zeit wurde daher beschlossen, zumindest eine <a href="http://www.f-shop.de/cgi-bin/f-shop/13044PDF" target="_blank">PDF-Version</a> des Abenteuers über den F-Shop zugänglich zu machen, was inzwischen auch geschehen ist. Damit war zwar noch keine Entscheidung zu einer eventuellen Neuauflage verbunden, dennoch wurde diese nach einigen Nachfragen im Forum jetzt gefällt: Leider wird es keine gedruckte Neuauflage des Abenteuers geben, da sich diese vermutlich nicht ausreichend verkaufen wird, um die Kosten zu decken.</p>
<p>Neben diesen für einige Leute sicher betrüblichen Informationen möchte ich aber auch noch einige weitere Sachen verraten, denn in nicht all zu ferner Zukunft steht auch der Nachfolgeband zu <strong>Von eigenen Gnaden</strong> an, in dem die Wildermark-Befriedung zu einem Ende geführt werden soll. Inzwischen hat das grob für den Jahreswechsel angepeilte Abenteuer auch einen Namen, es wird <strong>Mit wehenden Bannern</strong> heißen. Das Cover wird erneut von Arndt Drechsler gezeichnet und lehnt sich an das sehr beliebte Titelbild des Vorgängers an. Wie bereits angekündigt wird am Ende des Abenteuerbandes die endgültige Befriedung der Wildermark stehen, auch wenn die Region danach natürlich noch einen weiten Weg vor sich hat, um wieder vollends zu erblühen. Selbstverständlich wird in dem Abenteuer auf die Ereignisse des Vorgängersbandes Bezug genommen, es ist jedoch nicht nötig diesen vor <strong>Mit wehenden Bannern</strong> gespielt zu haben.</p>
<p>Das Abenteuer richtet sich an Experten-Helden, die schon einiges in ihrer Karriere als Abenteurer erlebt haben. Sollte jemand bereits jetzt auf die Geschichte hinarbeiten wollen, so bietet es sich (neben dem Spielen von <strong>Von eigenen Gnaden</strong>) vor allem an, die Helden mit dem Kaiserhaus bekannt zu machen bzw. ihnen dort einen guten Namen zu verschaffen. Als Thematiken in der Wildermark bieten sich Ereignisse rund um Gallys (mit Arnhild von Darbonia) oder Wehrheim (mit Leomar vom Berg) an. Auch die Fehde von Hartsteen oder die Lage der Bannstrahler von Auraleth könnten bereits im Vorfeld thematisiert werden werden.</p>
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		<title>Raumhafen Adamant – Ratschlag 7</title>
		<link>http://blog.ulisses-spiele.de/2010/06/raumhafen-adamant-%e2%80%93-ratschlag-7/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Jun 2010 14:34:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Wiesler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fanware]]></category>
		<category><![CDATA[André Wiesler]]></category>

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		<description><![CDATA[Milkam holte Gosen auf dem Gang ein, der aus dem zu Büros umgebauten alten Teil der Station zum neuen Teil hinüberführte. Durch die halbdurchsichtigen Türen am Ende konnte er auf den Ring sehen, auf dem sich ein Strom aus Reisenden und Angestellten vorbeibewegte.
Gosen bemerkte ihn, wurde aber nicht langsamer: „Gibt es noch etwas?“
Milkam spürte Wut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Milkam holte Gosen auf dem Gang ein, der aus dem zu Büros umgebauten alten Teil der Station zum neuen Teil hinüberführte. Durch die halbdurchsichtigen Türen am Ende konnte er auf den Ring sehen, auf dem sich ein Strom aus Reisenden und Angestellten vorbeibewegte.</p>
<p>Gosen bemerkte ihn, wurde aber nicht langsamer: „Gibt es noch etwas?“</p>
<p>Milkam spürte Wut in sich aufsteigen. Er packte Gosen an der Schulter und zwang ihn, stehenzubleiben. Der Kommandant sah mit ausdruckslosem Gesicht auf die Hand, die Milkam eilig zurückzog.</p>
<p>„Ganz sicher gibt es noch was. Mein Erzeuger ist umgebracht worden, und nach allem, was wir zusammen durchgemacht haben, habe ich gedacht &#8230;“ Er wusste nicht genau, was er gedacht hatte.</p>
<p>Gosen musterte ihn aus harten Augen, doch dann wurde sein Blick sanfter und er seufzte. „Gibt es denn Hinweise?“, fragte er matt und rieb sich die breite Nasenwurzel.</p>
<p>Milkam wollte schon verneinen, da fiel ihm ein: „Ein Bild.“</p>
<p>„Ein Bild?“, fragte Gosen.</p>
<p>„Ja, mein Erzeuger hat mir kurz vor seinem Tod ein Bild von einem Mann übermittelt &#8230; einem Fleutar.“</p>
<p>Sareil hatte sie nun auch eingeholt und trat neben sie.</p>
<p>„Das wird ja immer besser“, schnaufte Gosen, schmunzelte dann aber leicht und sagte: „Gut, gib mir das Bild, dann, lasse ich Mo’krat mal eine Suche danach starten.“</p>
<p>„Äh“, sagte Milkam und rieb verlegen mit der intakten Hand an seinem kaputten Arm. „Das Bild ist sozusagen nur in meinem Kopf.“<br />
Gosen blickte ihn einen Augenblick starr an, dann seufzte er erneut. „Offiziell kann ich nichts machen, denn das fällt in die Rechtshoheit des Planetenkommandanten, sonst würde ich Segler rufen, damit er dir das Bild aus dem Kopf zieht. Aber ich lasse dir Zugriff auf unser Modellprogramm freischalten. So kannst du das Bild nachzeichnen. Und dann bringst du es zu Mo’krat.“</p>
<p>Milkam lächelte. „Danke.“</p>
<p>Gosen nickte stumm und drehte sich dann schwungvoll um, um davonzumarschieren.</p>
<p>„Ist Mo’krat nicht ein Frauenname bei den K’schigoten?“, fragte Sareil.</p>
<p>„Das fällt dir erst jetzt auf?“, fragte Milkam kopfschüttelnd und machte sich auf den Weg in sein Quartier.</p>
<p>„Armer Kerl“, hörte er Sareil noch hinter sich sagen.</p>
<p>Narbatur war einen Augenblick wie erstarrt, dann durchfuhr ihn der Schreck wie ein Blitz und er sah sich hektisch nach Deckung um. Natürlich fand er keine, zumindest keine, die der Baumaschine Stand gehalten hätte. Narjanka warf sich gegen den SulSchamo und seine Muskeln spannten sich unter seiner Uniform, während er den schweren Kerl aus der Gefahrenbahn stieß. Im letzen Augenblick sprang der Hakhasu ab und zog die Beine im letzten Moment weg, bevor die Baumaschine sie zermalmen konnte.</p>
<p>Er selbst hatte jedoch keinen Platz, um auszuweichen. Er stand praktisch mit dem Rücken zur Hausecke, nur dass dort noch keine Wände gebaut waren. Hektisch sah er sich um, während das Ungetüm auf ihn zuraste. Dann sah er die Rettung. Er lief los, auf die Maschine zu, stieß sich von einer Kiste mit Rohren ab und sprang an eine dicke Stromleitung, die unter der Decke hing. Er bekam sie mit beiden Händen zu fassen, doch da gab sie nach, glitt nach unten, und er mit ihr. Mit einem erschrockenen Keuchen zog er sich an der abspulenden Leitung hinauf, so schnell er konnte, rutschte aber immer weiter hinab. Als die Leitung endlich mit einem Ruck am Ende angelangt war und sein Gewicht hielt, baumelte er wenige Zentimeter über dem Boden und damit genau vor der Walze, die ihn in diesem Moment erreichte.</p>
<p>Narbatur sprang vom Boden ab, fand mehr durch Glück ein Stück der Walze, auf der sich kein Metalldorn befand, und stieß sich auch daran ab, so dass er am gespannten Seil nach oben schwang. Mit einem lauten Schrei fing er an, die Walze seitlich entlangzulaufen, rutschte dann aber auf einem Dorn aus. Er fiel vorwärts, bekam einen Fuß auf die dicke Metallgabel, in der die Walze hing, und sein Gesicht pendelte eine Handbreit vor der Masse aus unaufhaltsamen Stahlspitzen. Mit einem letzten Kraftakt zog er sich am Seil nach oben, lief an der Gabel entlang und auf den Sitz des Geräts.</p>
<p>Er atmete kurz durch, beugte sich vor, um das Gerät auszuschalten, aber jemand hatte sowohl Steuerrad als auch die Pedale herausgerissen. Funkensprühende Drähte waren alles, was von ihnen übrig war &#8211; und in diesem Moment kam die Maschine am Rand an. Die schwere Walze sackte nach unten weg und der Sitz krachte Narbatur in den Rücken, der mit dem Gerät nach unten gerissen wurde. Verzweifelt drehte er sich aus dem Sitz, stieß sich daran ab, lief über das Heck der fallenden Maschine und nahm seine Kraft für einen Sprung zusammen. Mit einem Schrei streckte er sich, um das Baugerüst zu erreichen. Seine Finger näherten sich dem Rand, doch dann war sein Schwung aufgebraucht. Zentimeter bevor er den Stahlträger fassen konnte, verwandelte sich sein Sprung in einen Sturz &#8211; 250 Meter bis zum Boden.</p>
<p>Milkam klopfte kurz an, dann drückte er die schwere Feuerschutztür auf, die in das Büro des Ressourcenmanagers führte. Sie hatten sich die Zeit genommen, die Sareil gebraucht hatte, um seinen Arm notdürftig zu reparieren, und so fiel es ihm etwas leichter.<br />
Mo’krat war für einen K’schigoten sehr schmächtig und klein und auch seine Backensäcke waren wenig beeindruckend. Darum hatte man ihm wohl auch einen Mädchennamen gegeben, bei dieser sexistischen Spezies eine der größten Beleidigungen.<br />
Der K’schigote saß wie meist in seinem bequemen Liegesessel, zahlreiche schwebende Antigrav-Monitore um sich herum in der Luft, TRADs auf dem Schoß und stets war der kleine, knubbelige Serviceroboter in seiner Nähe, um ihm irdischen Kaffee und Süßigkeiten zu reichen.</p>
<p>Nun sah Mo’krat auf, stieß einen überraschten Laut aus und zappelte mit den kurzen, dicken Beinen, um sich aufzurichten. Erst als das nach einigen Augenblicken keine Wirkung zeigte, fuhr er den Sessel in die aufrechte Position und sprang heraus, um Milkam und dann Sareil ausgiebig die Hand zu schütteln. „Was treibt Sie beide denn her?“</p>
<p>„Ressourcenmanager“, grüßte Milkam und bedeutete Sareil, die Tür zu schließen. Er folgt der Geste zögerlich und sein Gesicht verzog sich zu einem stummen Tadel. Es muss ihm besser gehen, wenn er schon wieder rumzicken kann, dachte Milkam grimmig.<br />
„Kommandant Gosen sagte, Sie könnten uns vielleicht bei einer Suche behilflich sein?“</p>
<p>„Nichts lieber als das“, verkündete der K’schigote und wies den Roboter an: „Lo’mir, hol doch mal zwei Stühle.“</p>
<p>Milkam warf Sareil einen besorgten Blick zu. Mo’krat verbrachte offenbar viel zu viel Zeit allein hier, von wo er die Zuweisung der Energieressourcen auf dem Raumhafen steuerte. Er hatte dem nicht vernunftbegabten Roboter einen Frauennamen gegeben. Das war oft ein schlechtes Zeichen. Wenn er nun auch noch mit dem Raumhafen sprach, würde Milkam ihn mal für eine psychologische Untersuchung empfehlen müssen.</p>
<p>Während der Roboter zwei Klappstühle heranbrachte und bereitstellte, nahm der Manager wieder Platz in seinem Sessel. „Was suchen wir denn?“</p>
<p>„Einen Mann, der etwa so aussieht.“ Milkam reichte ihm das TRAD, auf dem er das Bild des Fleutar mit den kreisrunden Narben so gut es eben ging nachgearbeitet hatte.</p>
<p>„Aha“, sagte Mo’krat und überspielte die Daten, um dann auf zahlreichen Monitoren Fenster anzutippen und Befehle einzugeben. „Was hat er denn angestellt?“</p>
<p>„Das wissen wir nicht“, gab Milkam zu.</p>
<p>„Aber er ist ein Verbrecher?“</p>
<p>„Wissen wir auch nicht.“</p>
<p>Mo’krat blickte auf. „Warum suchen wir ihn denn?“</p>
<p>„Wissen wir auch ni&#8230;“</p>
<p>Sareil unterbrach Milkam barsch: „Geht Sie gar nichts an.“</p>
<p>Mo’krat blickte ihn beleidigt an. „Ich muss schon wissen, in welche Richtung ich suchen soll. Sonst dauert das ewig. Ich bin gut, aber so gut ist keiner.“</p>
<p>„Entschuldigen Sie meinen Bruder. Wir sind beide sehr aufgewühlt“, erklärte Milkam und warf seinem Bruder einen warnenden Blick zu. „Unser Erzeuger, Girbal, wurde heute auf dem Planeten umgebracht. Dieser Mann hat anscheinend irgendwie damit zu tun oder weiß etwas darüber.“</p>
<p>„Oh!“, sagte der K’schigote aufrichtig bestürzt. „Das tut mir aber leid.“</p>
<p>Kurz schwiegen sie, dann sagte er: „Wissen Sie, was mir immer hilft? Schokoladenkekse!“ Er wollte den Roboter herbeirufen, aber Milkam hob die Hand. „Sehr aufmerksam, indes &#8230;“ Er klopfte metallisch gegen den Kopf seines Roboterkörpers.</p>
<p>„Oh, natürlich, wie dumm von mir. Ich mache mich dann mal auf die Suche!“</p>
<p>„Endlich“, grummelte Sareil leise, als der K’schigote sich auf seine Programme stürzte. Minuten gingen ins Land, schließlich eine ganze Stunde. Endlich, als Sareil schon angefangen hatte, nervös auf- und abzugehen, sagte der K’schigote: „Also einen solchen Fleutar habe ich in keiner meiner Datenbanken, tut mir leid.“</p>
<p>„Unfähiger &#8230;“, begann Sareil, verstummte aber, als Milkam ihm auf den Fuß trat und so eine Rückkopplung in seinen Systemen auslöste, die sich ähnlich wie Schmerz anfühlte.</p>
<p>„Vielen Dank, dass Sie es trotzdem versucht haben“, sagte Milkam und wandte sich zur Tür.</p>
<p>„Aber ich habe etwas über Ihren Erzeuger herausgefunden!“</p>
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		<title>Ulisses-Spiele auf dem Nordcon</title>
		<link>http://blog.ulisses-spiele.de/2010/06/ulisses-spiele-auf-dem-nordcon/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 18:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mario Truant</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cons und Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[DSA]]></category>
		<category><![CDATA[Mario Truant]]></category>

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		<description><![CDATA[Moin! Vom 4. bis 6. Juni öffnet der Nordcon in Hamburg wieder seine Pforten. Natürlich wird auch Ulisses wieder vor Ort sein. Aus der DSA-Abteilung werden Thomas Römer, Uli Lindner und Chris Gosse erwartet, &#8220;Mr. Uhrwerk&#8221; Patric Götz hat sein Erscheinen angekündigt, und einen Verkaufsstand gibt es auch.
Damit Ihr Euch rechtzeitig auf den Besuch einstellen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Moin! Vom 4. bis 6. Juni öffnet der <a href="www.nordcon.de" target="_blank">Nordcon</a> in Hamburg wieder seine Pforten. Natürlich wird auch Ulisses wieder vor Ort sein. Aus der DSA-Abteilung werden Thomas Römer, Uli Lindner und Chris Gosse erwartet, &#8220;Mr. Uhrwerk&#8221; Patric Götz hat sein Erscheinen angekündigt, und einen Verkaufsstand gibt es auch.</p>
<p>Damit Ihr Euch rechtzeitig auf den Besuch einstellen könnt, möchte ich an dieser Stelle kurz vom geplanten Programm berichten.</p>
<p><strong>Uthuria – jenseits des (Süd-)Horizonts</strong> heißt der Workshop, der Einblicke in die Planungen rund um die Entdeckerkampagne des unbekannten Südkontinents verspricht. Thomas und Patric präsentieren die aktuellen Ideen und stellen sie zur Diskussion. (Samstag, Uhrzeit, Raum)</p>
<p>In der <strong>Projektvorschau 2010/11</strong> gibt es einen Überblick über alle derzeit laufenden Projekte und ihren Stand. Was ist neu? Was ist noch geplant? Wann kommt der Quellenband zum Halbling-Assassinen? Stellt Eure Fragen an Thomas und Uli. (Samstag, Uhrzeit, Raum)</p>
<p>Einiges zu bestaunen gibt es in der Produktvorschau <strong>Die Dunklen Zeiten – Imperien in Trümmern</strong>. Die Arbeiten an dieser historischen Setting-Box sind schon ziemlich weit fortgeschritten, so dass Uli Lindner Euch einen Vorgeschmack geben kann, was Euch dieses Jahr noch erwartet.  (Samstag, Uhrzeit, Raum)</p>
<p>Während die Kollegen sich in Workshops &#8216;abmühen&#8217;, leitet Chris Gosse am Samstag ein Alveraniars-Abenteuer namens <strong>Die Fesseln des Schicksals</strong>. Es dreht sich um einige finstere Geheimnisse im aktuellen Lieblichen Feld und feiert auf dem Nordcon seine Premiere. (Samstag, 11 Uhr, Raum; Das Auswürfeln der Teilnehmer findet um 10 Uhr statt.)</p>
<p>Der Sonntag steht im Zeichen der Zauberei. In der Produktvorstellung <strong>Hallen arkaner Macht</strong> präsentieren Euch Uli Lindner und Chris Gosse den Stand der Arbeit und stellen einige Besonderheiten der Texte und des Artworks vor.</p>
<p>Zur geplanten Publikation <strong>Wege der Alchimie</strong> findet ein Brainstorming-Workshop statt, in dem Thomas Römer, Uli Lindner und Chris Gosse Ideen und Inspirationen sammeln und die Grundkonzepte des neuen großen Buches über Alchimie, Zauberzeichen und Artefaktherstellung diskutieren.</p>
<p>Eine Übersicht unserer Aktivitäten mit allen Aktualisierungen findet Ihr auch <a href="http://www.ulisses-forum.de/showthread.php?t=7997" target="_blank">im Forum</a>.</p>
<p>Als besonderer Service eine komplette Übersicht des Ulisses-Programms zum Ausdrucken und Mitnehmen: <a href="http://www.ulisses-spiele.de/fileadmin/downloads/Nordcon2010-PDF.pdf" target="_blank">Programm</a></p>
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		<title>Neues aus der Druckerpresse: Reich des Horas</title>
		<link>http://blog.ulisses-spiele.de/2010/05/neues-aus-der-druckerpresse-reich-des-horas/</link>
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		<pubDate>Sat, 29 May 2010 13:21:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Römer</dc:creator>
				<category><![CDATA[DSA]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Römer]]></category>

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		<description><![CDATA[Was lange währt, wird endlich gut: Zwei Jahre nach dem letzten Band der Königsmacher-Kampagne erscheint am 17. Juni die Regionalspielhilfe Nr. 12 Reich des Horas. Darin werden das Liebliche Feld, der Wilde Süden und die Zyklopeninseln auf dem Stand des Jahres 1033 BF beschrieben – mit einigen Ausblicken für den Spielleiter bis ins Jahr 1040 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was lange währt, wird endlich gut: Zwei Jahre nach dem letzten Band der <strong>Königsmacher-Kampagne</strong> erscheint am 17. Juni die Regionalspielhilfe Nr. 12 <strong>Reich des Horas</strong>. Darin werden das Liebliche Feld, der Wilde Süden und die Zyklopeninseln auf dem Stand des Jahres 1033 BF beschrieben – mit einigen Ausblicken für den Spielleiter bis ins Jahr 1040 BF. Dann soll nämlich der junge Kaiser die Regierungsgeschäfte aus der Hand seines Großonkels Ralman übernehmen, der bis dahin als &#8216;Protector&#8217; an seiner statt regiert. Doch neben eigensinnigen Beschützern ist der heranwachsende Horas auch von tödlichen Feinden umgeben &#8230;</p>
<p>Mit 232 Druckseiten ist <strong>Reich des Horas</strong> die bislang umfangreichste Regionalspielhilfe für <strong>Das Schwarze Auge</strong>. Nach dem Vorwort und Hinweisen zur weiteren Lektüre eröffnet das Kapitel <strong>Das Horasreich im Überblick</strong> den Band mit grundlegenden Informationen, ähnlich einem Reiseführer. Es folgt die Geschichte des Landes von der Besiedlung durch die Güldenländer bis zum jüngsten Thronfolgekrieg, die damit erstmalig komplett in einem Band vorliegt. Im umfangreichen Kapitel <strong>Kultur</strong> findet nicht nur die vornehme Gesellschaft Berücksichtigung, sondern auch die Welt der Vagabunden und kleinen Leute. Besonderes Augenmerk verdienen hierbei die Exkurse zu Fechtkunst und Magie im Horasreich. Anschließend beschreibt der Abschnitt <strong>Politik</strong> Privilegien, Strukturen und Konfliktfelder vom Horashof bis hinunter zur typischen Stadtherrschaft.</p>
<p>Der Schwerpunkt des Buches liegt auf den einzelnen  des Reiches, um jedem Landesteil und jeder Stadt einen unverwechselbaren Charakter zu verleihen:</p>
<ul>
<li>die <strong>Septimana</strong>, die Küste der Sieben Seestädte um Grangor und Bethana;</li>
<li>der <strong>Yaquirbruch</strong>, in dem sich die Kulturen des Lieblichen Feldes, Almadas und des Kalifats vermischen;</li>
<li>die <strong>Kernlande</strong> um die Metropolen Vinsalt, Kuslik und Arivor;</li>
<li>das <strong>Aurelat</strong> an den Hängen der Goldfelsen, die manches Geheimnis bergen;</li>
<li>die <strong>Coverna</strong> um Belhanka und Methumis, der &#8216;Lieblichste Teil des Lieblichen Feldes&#8217;;</li>
<li>der <strong>Wilde Süden</strong>, die Grenzlande Chababien und Harodien;</li>
<li>und die <strong>Zyklopeninseln</strong>, auf denen alte Mythen lebendig werden.</li>
</ul>
<p>Bis zu diesem Punkt kann das vorliegende Buch bedenkenlos von einem Spieler gelesen werden, der mit den Inhalten der Königsmacher-Kampagne vertraut ist, sich aber darüber hinaus nicht den Spielspaß durch versehentliche Lektüre von Meisterinformationen verderben möchte. Der Inhalt der Texte könnte prinzipiell auch einem gut informierten Bewohner des Lieblichen Feldes (zumindest für sein Spezialgebiet oder seine Heimatstadt) bekannt sein.</p>
<p>Im Gegensatz dazu sind die letzten beiden Kapitel nur für den Spielleiter bestimmt: zum einen eine <strong>Personenübersicht</strong>, die es ermöglicht, die jeweils an ihrer Wirkungsstätte beschriebenen Meisterpersonen noch einmal nach ihrer Funktion sortiert aufzufinden, zum anderen die <strong>Mysteria et Arcana</strong>, ein bunter Reigen von Geheimnissen. Schwerpunkte bilden dabei zum einen die Erforschung der Vergangenheit und zum anderen die Welt der Geheimgesellschaften. Eine Zeittafel im <strong>Anhang</strong> und ein ausführlicher <strong>Index</strong> runden den Band ab.</p>
<p>Dem Buch liegen drei Farbkarten bei, die das Horasreich, die Stadt Vinsalt und die Stadt Grangor zeigen, dazu eine Reihe von Karten und Plänen in Graustufen: Stadtpläne von Vinsalt, Grangor, Kuslik, Arivor, Belhanka, Methumis, Neetha, Rethis und Teremon sowie – erstmals – eine Umgebungskarte des Großraums Vinsalt. Die Karten von Belhanka und Arivor sind komplett neu gezeichnet, alle anderen Karten aktualisiert worden.</p>
<p>Vollständiger ist die Region noch nie beschrieben worden, und auch für &#8216;Alte Hasen&#8217; gibt es eine Menge Neues zu entdecken!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Raumhafen Adamant – Ratschlag 6</title>
		<link>http://blog.ulisses-spiele.de/2010/05/raumhafen-adamant-%e2%80%93-ratschlag-6/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 18:03:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Wiesler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fanware]]></category>
		<category><![CDATA[André Wiesler]]></category>

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		<description><![CDATA[Narbatur ließ die Waffe sinken, als der Mann, den Kopf zwischen zwei aufleuchtenden Scheiben, die er sich selbst an die Schläfen drückte, einige Male zuckte und dann wie ein nasser Sack hinter einer Behandlungsliege in sich zusammenfiel.
Alpha schlitterte zu ihm herüber, während Narjanka den Feuerlöscher von der Wand riss und das kleine Feuer löschte. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Narbatur ließ die Waffe sinken, als der Mann, den Kopf zwischen zwei aufleuchtenden Scheiben, die er sich selbst an die Schläfen drückte, einige Male zuckte und dann wie ein nasser Sack hinter einer Behandlungsliege in sich zusammenfiel.</p>
<p>Alpha schlitterte zu ihm herüber, während Narjanka den Feuerlöscher von der Wand riss und das kleine Feuer löschte. Der Klon untersuchte den Mann kurz, dessen Augen noch immer geschlossen waren. Dann schüttelte er mit bebenden Mundfasern den Kopf. „Er ist tot.“</p>
<p>Narbatur ging ebenfalls hinüber. „Was ist das für ein Gerät?“</p>
<p>„Ein Entmaterialisierer. Man benutzt ihn, um Gewebe zu verflüssigen, Krebszellen beispielsweise oder Knochen, die falsch zusammengewachsen sind. Auf Stufe vier kann man damit Gliedmaßen amputieren.“</p>
<p>Narbatur blieb, von einer bösen Ahnung befallen, stehen. „Auf welche Stufe hat er es gestellt?“<br />
Der Klon seufzte leise und sagte: „Zehn.“</p>
<p>Narbatur beschloss, dass er die Leiche nicht sehen musste.</p>
<p>Narjanka drückte ihm den Feuerlöscher in die Hand, ging um die Liege herum und pfiff durch die Zähne. „Das nenne ich mal eine glatte Rasur.“</p>
<p>Narbatur stützte sich auf der anderen Liege ab und schüttelte leicht den Kopf. „Warum sollte er das tun? Er hat sich doch praktisch schon erschießen lassen.“</p>
<p>„Drogen“, sagte Narjanka und zog den zweiten Klon, Gamma, aus einer Sammelkiste für schmutzige Kittel. Der kleine Mann hatte eine Hose über dem Kopf und jauchzte, als der Hakhasu ihn abstellte. „So etwas richten Drogen mit einem an. Apropos: Ich brauche jetzt erstmal einen Kehlensprenger.“<br />
Narbatur musterte den Hakhasu nachdenklich. Ein PSI-begabter Mensch auf Drogen, der im wahrsten Sinne des Wortes kopflos agiert. Da stimmte etwas nicht.</p>
<p>„Oh nein“, sagte Narjanka und trat zu ihm. Zwischen ihnen fiel Beta auf die Behandlungsliege, der seinen Flug durch die Luft an der Deckenlampe gestoppt hatte.</p>
<p>„Was, nein?“, fragte Narbatur.</p>
<p>Der große Sicherheitsmann seufzte, legte ihm einen oberschenkeldicken Arm um die Schulter und sagte: „Ich kenne diesen Blick. Er bedeutet Überstunden!“</p>
<p>Milkam stand auf, als Kommandant Gosen in schnellem Schritt in sein Büro kam. Von der pompösen, verspielten Atmosphäre, die hier beim ehemaligen Kommandanten Bethel geherrscht hatte, war nichts mehr geblieben. Die neue Einrichtung war ein Spiegelbild des Fleutar selbst: schmucklos, direkt, funktional.</p>
<p>„Was kann ich für euch tun?“, fragte Gosen ohne Begrüßung. Er wirkte noch angespannter als sonst, war noch sehniger geworden und seine eigentlich leuchtend gelben Hautwülste hoben sich kaum noch von der grünen Haut ab. Trotzdem strahlte seine Haltung Vitalität und Energie aus, als er jetzt vor seinen Schreibtisch trat, sich dagegen lehnte und die Arme verschränkte. Als der Ärmel seiner makellosen Uniformjacke zurückrutschte, offenbarte sie einen kleinen Schnitt. Offenbar hatte Gosen es mal wieder beim Training übertrieben und war verletzt worden. Sein forschender Blick schweifte über Sareil, der noch immer vorgebeugt auf dem Besucherstuhl saß, und er hob fragend eine Augenbraue.<br />
„Unser Erzeuger wurde ermordet“, sagte Milkam gerade heraus. „Und ich &#8230; wir glauben nicht, dass die Sicherheitskräfte des Planeten sich der Sache in angemessenem Rahmen annehmen werden.“<br />
Gosen musterte ihn einen Augenblick länger, dann drehte er sich um und ging hinter seinen Schreibtisch. „Ich lasse mir die Akten schicken.“</p>
<p>Milkam nickte dankend, dann setzte der Kommandant nach: „Aber ich kann nichts versprechen.“</p>
<p>Es sah dem Fleutar gar nicht ähnlich, solche Einschränkungen zu machen und Milkam öffnete den Mund, um nachzufragen, aber Gosen sprach bereits weiter, während er einige Tasten an seinem Kommunikationsgerät drückte: „In Kürze habe ich hier hundert hochrangige Politiker, ihre Entourage und ein paar Tausend Reporter aller Spezies herumlaufen. Es tut mir leid, dass euer Erzeuger &#8230;“<br />
Das Gerät piepste und Gosen blickte auf den Bildschirm, fuhr dann fort: „Opfer einer kriminellen Straßenbande geworden ist.“</p>
<p>„Das stimmt nicht“, mischte sich Sareil empört ein und sprang auf. „Die wollten ihn umbringen! Weil er die Wahrheit kannte!“</p>
<p>Gosen warf dem Ingenieur einen verwunderten Blick zu. „Die Wahrheit worüber?“</p>
<p>Sareil hob die Hände, ließ sie dann aber wieder sinken. „Das wissen wir noch nicht.“</p>
<p>Milkam kam ihm zur Hilfe: „Aber das war kein Raubüberfall. Diese Leute wollten Girbal töten! Genau ihn. Vermutlich hat jemand sie angesetzt.“</p>
<p>„Hm“, machte Gosen und warf einen erneuten Blick auf den Bildschirm, las etwas und stand dann ruckartig auf. „Wie gesagt, es tut mir leid. Wenn das hier wirklich ein Auftragsmord ist, werden die Sicherheitskräfte auf dem Planeten sicher eine Spur finden. Sonderermittler Kkim ist ein hervorragender Mann &#8230; Ermittler. Ich muss jetzt leider los. Haltet mich auf dem Laufenden.“<br />
Damit wandte er sich ab und verschwand wieder durch die Tür. Milkam sah ihm wie von einer Antriebsentladung getroffen nach. Gosen hatte sich noch nie so aus der Affäre geschlichen. Da stimmte doch etwas nicht!</p>
<p>„Er wird uns also nicht helfen“, resümierte Sareil und ließ sich wieder auf den Stuhl sinken.</p>
<p>„Das wollen wir doch mal sehen!“, sagte Milkam und stürmte hinter dem Kommandanten her.</p>
<p>Alpha musterte den kopflosen Leichnam und sah dann zu Beta hinüber, der eben die Ergebnisse der Blutprobe ablas: „Keine Drogen. Ein bisschen Alkohol, und natürlich die Beruhigungsmittel, aber das ist schon alles.“</p>
<p>„Seltsam!“, sagte Alpha und ließ seine Augen nachdenklich über den Toten schweifen. Er hatte keine Schmerzen gespürt, war trotz mehr als ausreichender Betäubung herumgelaufen, obwohl seine Muskeln dazu eigentlich gar nicht in der Lage hätten sein dürfen.</p>
<p>„Hat der Mann Aua?“, fragte Gamma kleinlaut vom anderen Ende des Raumes, wo er auf dem Boden saß und einer kleinen, ausrollbaren Klaviatur schräge Töne entlockte.</p>
<p>„Der Mann ist tot, Gamma“, erläuterte Beta.</p>
<p>Gamma hob den Blick und sein Gesicht verzog sich zu einer mitleidigen Fratze. „Der Arme!“</p>
<p>Beta nickte. „Ja, der Arme.“</p>
<p>Alpha nahm einen Scanner zur Hand und sah sich die inneren Organe des Mannes an. Auch hier kein Hinweis auf eine krankhafte Veränderung. Der Sicherheitsmann hatte von PSI gesprochen, bevor er und sein Kollege aufgebrochen waren.</p>
<p>„Aber wenn man ohnmächtig ist, kann man kein PSI anwenden“, sagte er in den Raum.</p>
<p>Beta nickte. „Zumindest als Mensch nicht“, schränkte er ein.</p>
<p>„Vielleicht ist er gar kein Mensch“, führte Alpha den Gedanken weiter. „Beta, schalte den Tiefenscanner ein. Wie sehen uns den Guten mal genauer an!“</p>
<p>„Er da?“ Narbatur wies auf einen für seine Spezies kleinen SulSchamo, der keinen Schutzanzug trug, aber als einziger auf der Baustelle auch keinen Helm. Er hielt ein gepanzertes TRAD hoch und bellte etwas in seinen Kommunikator.</p>
<p>Der Halb-K’schigote, den Narbatur angesprochen hatte, und der gerade dabei war, ein dickes Rohr mit einer Lasersäge zu zerkleinern, nickte und wandte sich wieder seiner Arbeit zu. Er war ein verstörender Anblick, denn sein Gesicht war beinahe menschlich, abgesehen von den beiden kleinen Hautsäcken und der fehlenden Nase.</p>
<p>Narjanka nahm den Fingerzeig auf und ging auf den Vorarbeiter zu. Narbatur folgte ihm und versuchte sich einzureden, dass sie nicht gerade 250 Meter über der Erde in einem halbfertigen Wohnhochhaus in der Smaragdstadt standen &#8211; auf provisorischen Bodenplatten.</p>
<p>Der Hakhasu erreichte den SulSchamo und Narbatur beeilte sich, aufzuschließen. Die Luft war von Staub durchzogen und sogar sein Kollege musste die dröhnende Stimme heben, um über das Krachen, Knallen, Rauschen und Dröhnen der Großbaustelle gehört zu werden.</p>
<p>In der Nähe des SulSchamo war die Luft einige Grad wärmer und unmittelbar über der Haut des Vorarbeiters flackerte sie sogar. Kein Händedruck zur Begrüßung, nahm er sich vor und wartete, bis der SulSchamo letzte Anweisungen in seinen Kommunikator gerufen hatte und sich ihnen zudrehte.<br />
„Was gibt’s?“, fragte der Mann mit knurriger Stimme. Er war kaum größer als Narjanka und für einen Mann seiner Spezies beinahe zierlich. Er schätzte ihn auf 210 bis 230 Kilogramm.</p>
<p>„Wir würden gerne kurz mit Ihnen sprechen. Es geht um Karma Polzek“, leitete Narjanka das Gespräch ein.</p>
<p>„Was hat der Mistkerl angestellt? Sollte seit fünf Stunden hier sein und die Wasserleitungen verlegen.“ Der Vorarbeiter winkte einer jungen Grilbenierin, die mit einigen schimmernden Platten auf einer Antigrav-Plattform vorbeikam. Sie hielt das Gerät an und trat zu ihm.</p>
<p>„Bring die in den vierzigsten Stock runter.“</p>
<p>Die Frau nickte ernst. Sie trug deutliche, geschwungene Linien im Gesicht und auf den nackten Armen, was darauf hindeutete, dass sie eher wenig von Spaß hielt. Asketische Grilbenier entwickelten diesen Körperschmuck automatisch, wenn sie nur lang genug ein langweiliges Leben führten.</p>
<p>Als sie wieder verschwunden war, sagte Narbatur: „Er ist tot.“</p>
<p>Der Vorarbeiter ließ das TRAD sinken und sah sie an. Nach einer ganzen Weile sagte er: „Wundert mich nicht.“</p>
<p>„Warum ist das so?“, fragte Narbatur geduldig. Er hatte genug SulSchamo verhört, um zu wissen, dass sie gerne etwas langsam waren.</p>
<p>„Man wusste in den letzten Tagen nicht, woran man bei ihm war. Mal total gut drauf, dann wieder motzig und gereizt. Hat ihn einer in der Bar totgeschlagen?“</p>
<p>„So ähnlich“, räumte Narbatur ein. „Wissen Sie, woher &#8230;“ Er musste sich unterbrechen, weil eine große Maschine im Hintergrund gerade anlief und einen Lärm machte wie eine ganze Staffel startender Planetenhüpfer. Der SulSchamo winkte mit dem TRAD, bis er die Aufmerksamkeit des dicklichen Menschen im Unterhemd erregt hatte, der das riesige Monstrum bediente, und zog sich den klobigen Daumen über den nicht-existenten Hals. Die Maschine verstummte.</p>
<p>„Haben Sie eine Idee, woher diese Stimmungsschwankungen kamen?“</p>
<p>Der SulSchamo sah ihn einige Augenblick an, dann schüttelte er den Kopf: „Sehe ich aus wie eine Vulbrina?“</p>
<p>Narjanka lachte auf: „Beim besten Willen nicht!“</p>
<p>„Warum sollte er sich dann bei mir ausheulen?“</p>
<p>Narbatur nickte und wartete, hob beruhigend die Hand, als Narjanka ihn fragend ansah. Schließlich grollte der Vorarbeiter: „Aber sprecht doch mal mit Njestowska, an der Bauspritze. Mit der hing er in der letzten Zeit immer zusammen.“</p>
<p>Der Vorarbeiter wies auf den hinteren Bereich des Stockwerks und Narbatur folgte seinem Blick gerade rechtzeitig, um die riesige Baumaschine zu sehen, die sich donnernd den Weg durch drei mannsdicke Träger bahnte. Ihre Vorderseite bestand aus einer großen, mit stählernen Zähnen bedeckten Walze, die den Beton zu kleinen Brocken zermalmte, und sie hielt direkt auf sie zu.</p>
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