Mit ‘Daniel Simon Richter’ getaggte Artikel

Die Drachenchronik geht in die dritte Runde

Sonntag, 02. Mai 2010
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In den ersten beiden Bänden der Drachenchronik wurden diverse Handlungsfäden ausgelegt und es waren vielerlei Puzzlestücke zu entdecken, die im bald erscheinenden dritten Band der Kampagne zusammengefügt werden. Dieser trägt den Titel Drachenschwur – An den Ort des Ursprungs trägt.

Helden und Spielern wird spätestens in diesem Band das Ausmaß der Ereignisse bewusst, die mit der Spurensuche nach einem in der Khôm-Wüste verborgenen Artefakt in Drachenschatten begann – und auch der Erkenntnisse, die sie bis dato gewonnen haben. Wir sind schon jetzt gespannt, wie viel davon Spieler (und natürlich auch Charaktere) bereits geahnt haben, und was ihnen erst hier wirklich verständlich wird.

Die Autoren der einzelnen Abenteuer des Bandes, Armin Bundt, Michael Masberg und Sebastian Thurau, führen die Helden auch dieses Mal wieder an exotische Schauplätze und zu Wesen, die älter sind als so manches Menschenreich. Da die Helden aber nach den Erlebnissen von Drachenerbe zum ersten Mal im Verlauf der Kampagne ein wenig Luft holen und völlig selbstständig weitere Informationen einholen können, enthält der Band einen umfangreichen Teil, der dem Spielleiter Hilfsmittel und Tipps an die Hand gibt, um zu klären, welche Quellen und Personen konsultiert, und welche Fragen dort beantwortet werden können. Natürlich spekulieren wir darauf, dass die Charaktere mit alten Freunden und Bekannten Kontakt aufnehmen, aber letztlich bleibt das den Spielern (und natürlich auch dem Meister) überlassen, denn dieser Teil des Bandes lässt den Spielern große Entscheidungsfreiheit.

Danach geht es auf etwas fester gefügten Pfaden weiter, dennoch ist die Handlung der drei Abenteuer (und sogar die Reihenfolge der ersten beiden) sehr offen gestaltet. Jedes von ihnen weist mehr oder weniger starke detektivische Elemente auf, bei denen viel davon abhängt, welche Ideen die Spieler haben, und wie geschickt sie sich bei ihren Ermittlungen anstellen.

Der Höhepunkt des Bandes ist die Enthüllung der eigentlichen Drachenchronik – aber auch die Erkenntnis, was genau die Pläne der Gegenspieler sind. Und damit geht es dann auch im abschließenden Band der Drachenchronik weiter: gGenau diese Pläne zu durchkreuzen und ihre Ausführung zu verhindern.

Wir sind neugierig, wie die ausführliche Beschreibung des Konzils der Elementaren Gewalten zu Drakonia den Spielern gefallen wird, die als besonderes Feature den Band abrundet. Denn Drakonia kann und soll Schauplatz vieler weiterer Abenteuer sein – vor, nach und außerhalb der Drachenchronik.

Doch nun zurück zum Abspann der Drachenchronik und damit dem Ende des vierten Bandes Drachendämmerung, an dem Stefan gerade tippt …

Eine Leseprobe von Drachenschwur – An den Ort des Ursprungs finden Sie hier.

Nochmal zum Vater der Fluten

Mittwoch, 17. März 2010
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Nun, da die Arbeiten am Gruppenabenteuer Hort in der Tiefe begonnen haben, das sich lose an das Soloabenteuer Eilifs Schatz anschließt und als ein Einsteiger-Abenteuer (ähnlich wie die ‘Rote Reihe’ der E-Abenteuer) angelegt ist, ist es angebracht, erneut auf die Spielhilfe Vater der Fluten hinzuweisen.

Vater der Fluten ist ein Band aus der Reihe der Veröffentlichungen, die in direktem Zusammenhang mit den Drakensang-Computerspielen stehen und in seinem Fall mit Drakensang: Am Fluss der Zeit sowie den Browser-Spielen Saat des Zorns I und II (und auch dem Roman Das Ferdoker Pergament).

Der Band ist auch darüber hinaus eine echte Neuerung, denn er umfasst Informationen, die für gewöhnlich ein Regionalband oder ein Quellenband sammelt. Dabei sind diese jedoch auf einen begrenzteren geographischen Raum zugeschnitten, nämlich den Großen Fluss und die Region des Fürstentums Kosch, in der Drakensang spielt. Dazu bietet der Band durchdachte Abenteuer-Aufhänger, die zum einen eine direkte Verbindung zum Computerspiel haben, zum anderen aber auch darüber hinausgehen und aventurische Geschichte mit einbinden. Diese Szenario- oder Abenteuer-Ansätze sind explizit einsteigerfreundlich gestaltet, vor allem wegen der detaillierten Ausarbeitung der präsentierten Figuren, die der Band zur Verfügung stellt und näher beleuchtet.

Und eine weitere Besonderheit kennzeichnet Vater der Fluten: Der Band ist in der Kaiser-Hal-Zeit angesiedelt, also der “guten alten Zeit”, in der von vielen düsteren Schrecken in Aventurien noch nichts zu ahnen war und Helden noch unbeschwerter durch die Welt ziehen konnten. Damit schlägt er eine Brücke zu den alten Spielhilfen und auch beliebten Abenteuern wie Strom des Verderbens oder Das Turnier von Gareth.

Vater der Fluten ist also eine innige Mischung aus Regional-, Quellen- und Abenteuerband und damit ein echtes – und für Meister wie Spieler interessantes – Novum.

Was ist der Vater der Fluten?

Mittwoch, 17. Februar 2010
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Der Band Vater der Fluten bietet allen interessierten Spielerinnen und Spielern Hintergründe zum Computerspiel Drakensang: Am Fluss der Zeit (Februar 2010 bei RadonLabs / dtp entertainment) und liefert damit Zusammenhänge und Tiefe, die im Computerspiel so nicht vermittelt werden können.

Neben einem Abriss der Hauptqueste liegt das Augenmerk des Bandes vor allem auf den diversen Nebenquesten des Computerspiels und auf der Region am Großen Fluss, um diese am Tisch spielbar zu machen. Besonders die kleinen Questen stattet Vater der Fluten mit den für das Tischrollenspiel nötigen Hintergrundinformationen aus – und natürlich mit den erforderlichen Spielwerten für Das Schwarze Auge der Regeledition 4.1. Auch andere mit Drakensang: Am Fluss der Zeit verknüpfte Publikationen werden in Vater der Fluten behandelt oder aufgegriffen und für das Tischrollenspiel erfahrbar gemacht, so das zweiteilige Browsergame Saat des Zorns (Februar 2010, bei Chromatrix), der Roman Das Ferdoker Pergament (Februar 2010, bei FanPro) und das Solo-Abenteuer Eilifs Schatz (eine Leseprobe findet sich hier).

Daher ist dieser Band auch für diejenigen Tischrollenspieler interessant, die sich intensiver mit Drakensang beschäftigen möchten – und unter diesen vor allem für Neulinge, denn es sind keine größeren Vorkenntnisse erforderlich. Darüber hinaus bietet er aber auch interessante Hintergründe für die Fans des Computerspiels und natürlich auch Anregungen für Rollenspiel-Veteranen.

Dabei sind alle Informationen (wie auch in Drakensang: Am Fluss der Zeit) in der Zeit Kaiser Hals angesiedelt, genauer gesagt im Jahr 1009 BF. An vielen Stellen wird darüber hinaus auch die Entwicklung skizziert, wie sie bis in die Jetztzeit weiterläuft, also bis ins Jahr 1033 BF.

Vater der Fluten ist keine Ferdok- oder Kosch-Spielhilfe, also keine reine Regionalbeschreibung mit einer vollständigen Geschichte der Region, den Essgewohnheiten seiner Bewohner oder typischer Namensgebung. Eher ist er als Themenband zu verstehen, der sich durch eine Mischung aus Hintergrundtexten, spielrelevanten Werten und Ideen für Abenteuer auszeichnet. Der Inhalt ist direkt abenteuerrelevant, liefert also eine Vielzahl an Ideen und Informationen, die zur eigenen Verwendung für den Meister zur Verfügung stehen. Teilweise sind das konkrete Szenariovorschläge, teilweise eher Ideen-Steinbrüche, die Schlaglichter auf einzelne interessante Orte, Personen und Geschehnisse werfen, wobei vor allem die Beschreibungen der Personen sehr ausführlich angelegt sind.

Dabei sind nicht alle Einzelheiten des Computerspiels einfach übernommen, sondern einige Aspekte behutsam verändert oder ergänzt und nur wenige weggelassen worden. Solche Detailänderungen lassen sich bei der Übertragung eines Abenteuerplots von einem Medium in ein anders schlicht nicht vermeiden.

Vater der Fluten ist, wie schon die anderen Publikationen, die Bezug auf die Drakensang-Spiele nahmen, reich illustriert und vollfarbig gestaltet. Der Band erscheint im April / Mai 2010.

Warum ausgerechnet das Rondra-Vademecum?

Donnerstag, 21. Januar 2010
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Eigentlich bedarf diese Frage keiner großen Erklärung, denn die Rondra-Kirche erfreut sich in Spielerkreisen seit jeher großer Beliebtheit. Sowohl in der heimatlichen Tischrunde als auch in verschiedenen Runden auf den unterschiedlichen Konventen trifft man häufig auf Rondra-Geweihte als Teil seiner Gruppe. Mit einer so ansehnlichen Zahl von Spielern geht auch ein entsprechend großes Interesse am Schwertbund, also der Rondra-Kirche, dem Auftreten und der Selbstdarstellung der Geweihten einher.
Gerade die Ausgestaltung von Liturgien und Ritualen war bisher meist vage gehalten und bei tiefergehendem Interesse war die Frage: “Gibt es dazu eigentlich eine Aussage in den offiziellen Texten?” vorprogrammiert. Und sehr oft gab es keine.
Auch wenn das Rondra-Vademecum nun manche Lücke schließt, sollen die nun vorliegenden Texte vornehmlich als Anregung und Orientierungshilfe dienen, auf deren Basis es Spieler oder Spielleiter nun vielleicht leichter fällt, selbst tätig zu werden, eigene Gebete, Lieder oder Ritualausgestaltungen zu erschaffen.
Schnell kam dann auch die Idee hinzu, das ganze Buch so zu gestalten, dass man es auch auf einem LARP würde einsetzen können, denn auch in der Truppe eines LARP sind die streitbaren Geweihten gerne gesehen.
Daher wollten wir es in einer Form präsentieren, die weniger im Stile einer irdische Spielhilfe verfasst ist, sondern sich eher aus aventurischen Quellen zusammensetzt, die man am Spieltisch und während Live-Szenen direkt benutzen kann. Und auch die Optik des Bandes wurde so gestaltet, dass man es ohne Weiteres in einem LARP nutzen kann.
Uns Redakteuren (also Katja Reinwald, die auch einen Großteil der Texte verfasste, und mir) hat die Arbeit am Band großen Spaß gemacht, sogar die umfangreiche Recherche, denn gerade die kleinen Informationen zu einer Kirche oder dem Wesen eines Geweihten sind über allerlei Quellen (seien es Spielhilfen, Regionalbände, Abenteuer oder Aventurische Boten) verteilt und nicht selten wenig mehr als Nebensätze. Das Vademecum indessen fasst die zentralen Aspekte erstmals in einem kompletten Abriss über die Rondra-Kirche zusammen und dieser ist insbesondere dann recht nützlich, wenn man solche Abenteuer wie Donner & Sturm oder Posaunenhall spielen will, denn gerade der Schwertbund ist dieser Tage sehr aktiv.
Wenn Ihr euch einen ersten Eindruck über das Rondra-Vademecum verschaffen wollen, findet Ihr unter diesem Link eine Leseprobe, die hoffentlich Euer Interesse weiter steigert.