Es ist mehrfach die Frage an uns herangetragen worden, warum der Aventurische Atlas in der Form erschienen ist, wie er letztlich nun im Handel zu erwerben ist und natürlich wollen wir nicht säumen, kurz unsere Beweggründe darzulegen, den Atlas in der vorliegenden Form zu erstellen.
Der Atlas soll als waschechtes Hilfsmittel für das Spiel am Tisch dienen. Meister und Spieler sollen ihn nutzen können, um schnell herauszufinden, wo die Gruppe gerade unterwegs ist, und wie diese Gegend aussieht. Zudem sollte der Atlas einen erschwinglichen Preis haben. Das hieß aber auch, er musste allem voran zwei Ansprüche erfüllen:
Die Namen der Ortschaften, Flüsse und Berge sollten gut auf den Karten lesbar sein und der gesamte Band sollte so dünn sein, dass man ihn bequem zu einer Spielrunde an den Tisch mitnehmen konnte (was sich natürlich auch im Preis niederschlagen konnte).
So haben wir zum einen den Maßstab der Karten wieder vergrößert, damit man sich besser auf den einzelnen Blätter orientieren kann und zum anderen entschieden, dass nur eine Form von Sonderkarten in den Atlas Einzug halten sollte. Nämlich solche, die die aktuellen Grenzen der größeren Reiche samt ihrer Unterlehen darstellen. Wie häufig kam man als Meister schon in die Verlegenheit die konkreten Grenzen zum Beispiel einer bestimmten Baronie an der Grenze zwischen den Nordmarken und Albernia zu erläutern, sie aber nicht finden zu können. Mit den Lehnskarten hoffen wir bei ähnlichen Suchen schnelle Abhilfe geschaffen zu haben.
Ähnliches gilt auch für die innerhalb des Bandes enthaltenen Texte. In extrem knapper Form geben sie einen Abriss über die Region und verweisen auf Stellen, an denen man detailliertere Informationen über die Flora und Fauna sowie den Hintergrund des Landstriches nachschlagen kann. Die Liste der Herrscher erfüllt einen ähnlichen Zweck, denn sie soll nur einen schnellen Überblick verschaffen, damit man als Meister für die großen Teillehen auch schnell einen Namen parat hat.
Um das schnelle Auffinden noch weiter zu erleichtern, haben Eevie und Alex einen Index zum Band entwickelt, der sich hier als kostenloser Download findet.
Den Atlas im Stile der bekannten Bibel- oder sonstigen Themenatlanten mit weiteren Sonderkarten zu ergänzen, hätte den Band wesentlich umfangreicher und damit auch schwerer gemacht, man hätte ihn dann nicht mehr ‘mal eben’ mit an den Spieltisch genommen. Zumal es nach unserer Ansicht dann eben nicht nur mit einigen wenigen Karten getan wäre, man müsste dann auch schon umfangreich und komplett Kartenmaterial neu erstellen. Gerade für historisierende Karten, die man auch aventurisch nutzen kann, wäre das ein zwingendes Muss.
Wir hoffen aber, mit genau diesem Ansatz ein Bedürfnis von Meistern und Spielern getroffen zu haben, denn das gesamte Kartenwerk inklusive Quellangaben, wo man detailliertere Informationen in den Regelwerken und Regionalspielhilfen finden kann, ist nun zugänglich und leicht am Spieltisch einsetzbar.
Mit Samthandschuh und Stählerner Faust – Zur Präfektur Shamaham im Atlas
Eine Frage, die für einige Verwirrung gesorgt hat, möchten wir an dieser Stelle beantworten: Auf der politischen Karte der Schattenlande findet sich eine rote Grenzlinie, welche die Präfektur Shamahan in einen nördlichen und einen südlichen Teil unterteilt. Die Linie soll verdeutlichen, dass die Präfektur nur im nördlichen Bereich wirklich zum Einflussgebiet von Fürstkomtur Haffax gehört, der südliche Teil jedoch nicht vollständig unter seiner Kontrolle steht.
Die genauen Pläne von Helme Haffax mit der südlichen Präfektur werden in einem der kommenden Aventurischen Boten thematisiert und bieten noch eine weitere Erklärung für die Trennlinie.
Zum südlichen Teil der Präfektur Shamaham gehören die Baronien Kurkum, Lorgolosch, Rhoderstein, Lyll und Ostend. Der nördliche Teil umfasst die Baronien Shamaham, Zweiseen und Kohlrungen.
Die politische Karte der Schattenlande finden Sie in Aventurischer Atlas Seite 139, im Aventurischen Boten 149 und im Downloadbereich der Das Schwarze Auge-Internetseite.
Alex Spohr & Daniel Simon Richter